Zur Steuerung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen sowie zur Förderung der Entwicklung digitaler Gesundheitsdienste erarbeitet die Fachgruppe Datenmanagement im Gesundheitssystem (FDMG) Empfehlungen zur Anwendung von Standards für die Kodierung, Strukturierung und Übermittlung von Informationen. Darüber hinaus veröffentlicht die FDMG Empfehlungen zur technischen Architektur für nationale Projekte sowie für das Programm DigiSanté.
In der Schweiz werden jährlich zahlreiche Projekte, Dienstleistungen, Software und mobile Anwendungen zur Unterstützung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen entwickelt. Diese sind jedoch häufig nicht interoperabel. Zudem sehen sich die beteiligten Akteure oftmals mit vergleichbaren Fragestellungen und Herausforderungen konfrontiert.
Das Programm DigiSanté fördert eine koordinierte und harmonisierte Weiterentwicklung digitaler Gesundheitsdienste. Dies erfolgt insbesondere im Rahmen der nationalen Architektur des Schweizer Gesundheitsdatenraums (Swiss Health Data Space, SwissHDS), durch staatliche Basisdienste sowie durch eine Vielzahl von Projekten.
Die Fachgruppe Datenmanagement im Gesundheitssystem (FDMG) wurde 2022 gegründet und ist Bestandteil des Programms DigiSanté. Sie vereint Akteure des Gesundheitswesens mit dem Ziel, Synergien zwischen Projekten zu fördern. Die FDMG erarbeitet Empfehlungen zu Standards für digitaler Gesundheitsdienste.
Mehr über Organisation und Tätigkeiten der FDMG
Weitere Informationen zum Schweizer Gesundheitsdatenraum (SwissHDS)
Empfehlungen
HL7® FHIR® als Fundament des Gesundheitsdatenraum Schweiz
Die FDMG empfiehlt offiziell den Standard HL7® FHIR® als Grundlage für den Datenaustausch im Schweizer Gesundheitswesen. HL7® FHIR® soll künftig auch verbindlich für Schnittstellen und Transaktionen innerhalb des Gesundheitsdatenraum Schweiz (SwissHDS) des Programms DigiSanté werden. Die DigiSanté-Projekte "Standards" des BAG und "Semantische Standards" des BFS erarbeiten zusammen konkrete Vorschläge für weitere Standards, die sich primär an international etablierten Vorgaben orientieren. Die Vorschläge werden anschliessend der FDMG zur Diskussion, Abstimmung und Verabschiedung vorgelegt.
Die FDMG stütz ihre nationale Empfehlung auf die vom BAG beauftragte Studie bei Ernst & Young AG (EY). Der Schlussbericht hält fest, dass sich HL7® FHIR® als geeignetes Fundament für den Datenaustausch im Kontext des SwissHDS erweist. Besonders hervorgehoben werden die Eignung des Standards für standardisierte Transaktionen sowie für interoperable Schnittstellen zwischen unterschiedlichen Systemen und Institutionen.
Externer Link: Zum EY-Schlussbericht
Externer Link: Weitere Informationen zu HL7® FHIR®
Externer Link: Weitere Informationen zum DigiSanté Projekt «Standards»
Externer Link: Weitere Informationen zum DigiSanté Projekt «Semantische Standards»