Die Fachgruppe Datenmanagement im Gesundheitswesen (FDMG) ist Teil vom Programm «DigiSanté» des Eidgenössischen Departments des Innern (EDI) zur Förderung der digitalen Transformation im Gesundheitswesen. Sie gibt nationale Empfehlungen zur Anwendung von Standards und zum Management von Gesundheitsdatenströmen heraus.
In der Fachgruppe sind unter anderem Bund, Kantone, Standardisierungsorganisationen, Spitäler, Ärzteschaft, Apotheker, Krankenversicherer, die forschende Pharma-Industrie, die Data Science-Forschung, die IT-Verbände und weitere Akteure des Gesundheitswesens vertreten. eHealth Suisse führt seit 2022 das Sekretariat der FDMG und ist seit 2025 Vollmitglied.
Externer Link: BAG: Programm DigiSanté
Digitale Transformation als Ziel
Die Fachgruppe hat zur Aufgabe, die Voraussetzungen für die digitale Transformation im Gesundheitswesen der Schweiz zu schaffen und bei deren Umsetzung zu unterstützen. Ziel ist die Förderung eines gemeinsamen Datenmanagements im Gesundheitswesen, welches bei Erfassung, Archivierung und Transfer von Gesundheitsdaten höchste Qualität, Vollständigkeit und Sicherheit garantiert. Dazu muss zunächst eine Übersicht geschaffen werden, wo im Gesundheitswesen Daten generiert werden und in welcher Form diese wohin weitergeleitet und wie diese genutzt werden. Voraussetzung für die Digitalisierung dieser Datenflüsse sind Standards der Datenerfassung und -ablage sowie des Datentransfers, die es ermöglichen, dass Daten, welche in einem System A erfasst und an ein System B weitergeleitet werden, im Empfängersystem korrekt interpretiert und abgelegt werden können.
Unter gleichberechtigter Mitwirkung aller Stakeholder aus dem Bereich Gesundheitswesen und Digitalisierung identifiziert die Fachgruppe Aufgabenfelder – wie etwa die Strukturierung der erfassten Daten am Patientenbett – und lässt Lösungskonzepte erarbeiten. Um eine breite Unterstützung der von ihr erarbeiteten Konzepte und Lösungsvorschläge zu gewährleisten, strebt die Fachgruppe - wo immer möglich - eine Konsenslösung an.
Bezüglich der international genutzten Standards steht die Fachgruppe im Austausch mit internationalen Partnerorganisationen. Das gemeinsame Datenmanagement soll mit möglichst wenig administrativem und finanziellem Aufwand eine hohe Patientensicherheit und Behandlungsqualität gewährleisten. Zusätzlich soll die Transparenz der Leistungen im Gesundheitssystem sowohl für die Leistungserbringer wie auch für die Leistungsempfänger erhöht werden.
Organisation der FDMG
Im Januar 2026 wurde die Organisationsform der FDMG angepasst: Die an Arbeitsgruppen orientierte Struktur wird durch ein projektfokussiertes Koordinations- und Abstimmungsgremium ersetzt.
Neu können sich standardisierungsrelevante Projekte von nationalem Interesse in der FDMG vorstellen. Die FDMG analysiert potenzielle Synergien mit weiteren Projekten, sowie potenziellen Herausforderungen. Sie bewertet, in welchen Bereichen der Einsatz harmonisierter Standards sinnvoll und realisierbar ist. Darüber hinaus identifiziert sie Handlungsfelder, in welchen entsprechende Empfehlungen erarbeitet werden können. Die FDMG übernimmt dabei eine koordinierende und empfehlende Funktion, jedoch keine operative Projektsteuerung.