Studien zu eHealth

Studie: gemeinsamer elektronischer Medikationsplan in der Schweizer Grundversorgung

Eine im Januar 2021 in JMIR Publications veröffentlichte und von der Universität Genf, Unisanté Lausanne, dem Kanton Waadt und der Universität Süddänemark getragene Studie befasste sich mit den Ergebnissen, die sich in der medizinischen Grundversorgung mit der Nutzung eines auf einer gesicherten Plattform zugänglichen gemeinsamen Medikationsplans erzielen lassen. Der gemeinsame Medikationsplan ermöglicht ein besseres Management der Patientenmedikation und gilt daher als Schlüsselelement zur Reduzierung von Medikationsfehlern. Die Schweizer Stiftung für Patientensicherheit schätzt, dass Fehler oder unerwünschte Wechselwirkungen in der Medikation zu rund 20 000 Hospitalisierungen pro Jahr führen. Die Studie führt zehn Erkenntnisse auf, die man sich merken sollte. Diese beschreiben die positiven Auswirkungen des gemeinsamen Medikationsplans, aber auch seine Grenzen, vor allem in Bezug auf die aktive Beteiligung der Patientinnen und Patienten und die Vereinheitlichung der Kommunikationsabläufe.

Studie lesen (in englischer Sprache)

BAG, gfs.Bern und SRK: Gesundheitskompetenzen

Im Jahr 2015 führte das BAG und gfs.Bern eine Studie zur Gesundheitskompetenz der in der Schweiz lebenden Menschen durch. Diese Studie hebt insbesondere die Unterschiede in der Kompetenz nach Alter, Bildungsgrad und Herkunft der Befragten hervor. Die Ergebnisse zeigen, dass ein Zehntel der Bevölkerung über ausgezeichnete Gesundheitskompetenzen verfügt. Das Niveau ist für 45 % befriedigend und für 9 % ungenügend. 

Aufgrund dieser quantitativen Ergebnisse beschlossen das BAG und das Schweizerische Rote Kreuz (SRK), eine zweite qualitative Studie über Gesundheitskompetenzen durchzuführen, die sich auf die Beziehung zwischen Patienten und Gesundheitsfachpersonen konzentriert. Die Ergebnisse werden kurz in Deutsch, Englisch und Französisch (nacheinander) vorgestellt. Die Studie weist insbesondere darauf hin, dass neben einer guten Beziehung zwischen Patienten und Gesundheitsfachpersonen auch ausreichend Wissen erforderlich ist, um den Patienten persönlich in seine Behandlung und in einen effektiven Dialog mit dem behandelnden Personal einzubeziehen. 

Synpulse: Marktstudie zum Stand der Digitalisierung in der Schweizer Spitallandschaft

Die Synpulse-Studie folgt auf eine erste Studie aus dem Jahr 2015. Sie betrachtet den Einsatz digitaler Tools im Spital, wie z.B. die digitale klinische Dokumentation, die Verwendung mobiler Endgeräte (z.B. Tablets), künstliche Intelligenz oder die digitale Kommunikation mit dem Patienten. Die Studie identifiziert auch die Herausforderungen und Potenziale der Digitalisierung in der Spitalversorgung, sowie mit dem elektronischen Patientendossier. 

Commonwealth Fund: Nutzung digitaler Kommunikation bei der ärztlichen Grundversorgung – internationaler Vergleich

Der Commonwealth Fund hat sich für die Nutzung verschiedener digitaler Kommunikationsmittel (E-Mail, Website, verbundene Geräte) bei der Arbeit der ärztlichen Grundversorgun interessiert. Wie integrieren Hausärzte digitale Tools in ihren Informationsaustausch mit anderen Gesundheitsfachpersonen und ihren Patienten? Die Umfrage liefert mehrere Grafiken zu den Gewohnheiten in der Schweiz und in Europa. Die Diagramme sind auf der Website des Commonwealth Fund verfügbar, und eine Übersichtsseite fasst alle Ergebnisse zusammen. 

Obsan: eHealth in der ambulanten Grundversorgung

Das Obsan (Schweizerisches Gesundheitsobservatorium) gibt im zuletzt erschienenen Bulletin einen Überblick über die nationale Entwicklung der Digitalisierung in der ambulanten Grundversorgung von 2012 bis 2019. Anhand der International Health Policy Surveys (IHP-Befragungen; siehe Kasten K 2) wird aufgezeigt, inwiefern die Hausärztinnen und Hausärzte eHealth in ihrer Praxisarbeit nutzen und welches Angebot sie den Patientinnen und Patienten zur Verfügung stellen.

Global Digital Health Partnership Berichte

2018 wurde die Global Digital Health Partnership gegründet. Es handelt sich dabei, um eine Zusammenarbeit von verschiedenen Ländern und deren Behörden, sowie der World Health Organization (WHO). Die Schweiz nimmt an dieser Partnerschaft als Ziel dieser Partnerschaft ist einen Austausch über bewährte Strategien und Verfahren für das Thema digitale Gesundheitsdienste zu etablieren und so Erkenntnisse für die Bereitstellung besserer digitaler Gesundheitsdienste für die Teilnehmerländer zu generieren. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit wurden Berichte zu unterschiedlichen Schlüsselthemen erstellt, wie z.B. «Interoperabilität», «Cyber Security», «Evidenz und Evaluation» und «Zugang der Bürger*innen zu ihren Gesundheitsdaten».

Zur Berichte

eHealth Barometer: Positive Grundhaltung, steigende Zurückhaltung

Jährlich führt das Gfs-Institut eine Umfrage bei den Gesundheitsfachpersonen und bei der Bevölkerung zum Thema eHealth und elektronisches Patientendossier durch. Die Umfrage dient als Bestandsaufnahme zum elektronischen Datenaustausch von behandlungsrelevanten Daten und eHealth in der Schweiz.

Studie des Commonwealth-Fund: Die Mehrheit der Ärzteschaft will sich dem EPD anschliessen

Seit 1998 führt die amerikanische Stiftung Commonwealth Fund (CWF) eine International Health Policy Survey (IHP) durch. Die Schweiz nimmt jährlich mit zehn weiteren Ländern an der Befragung teil. Damit erhält die Schweiz zu gesundheitspolitischen Themen international vergleichbare Daten, die für die Gestaltung unseres Gesundheitssystems nutzbar sind.

Ländervergleichstudie der Bertelsmann-Stiftung: Rang 14 von 17 für die Schweiz

Die Bertelsmann-Stiftung hat den Digitalisierungsgrad von 14 EU- und drei OECD-Gesundheitssystemen – darunter die Schweiz – analysiert und miteinander verglichen. Daraus haben sie Faktoren für eine erfolgreiche Digitalisierung, Handlungsempfehlungen und Lessons Learned abgeleitet.

Studie der OECD zu «Gesundheit im 21. Jahrhundert»: Plädoyer für eine gesamtheitliche Vorgehensweise

Der Bericht der OECD, «Health in the 21st Century – Putting Data to Work for Stronger Health Systems» untersucht, wie Daten und digitale Technologien dazu beitragen können, politische Ziele zu erreichen und positive Veränderungen im Gesundheitswesen voranzutreiben, das punkto Digitalisierung weit hinter anderen Sektoren zurückliegt. Die OECD plädiert für eine gesamtheitliche Vorgehensweise bei der Digitalisierung, die sich nicht nur der Technologie widmet, sondern vor allem den politischen, institutionellen und organisatorischen Innovationen.

Strukturdatenerhebung des Bundesamts für Statistik: Junge Ärztinnen und Ärzte führen die Krankengeschichte elektronisch

Das Bundesamt für Statistik führt eine der jährlichen Untersuchung zur Struktur und des Angebots von Arztpraxen und ambulanten Zentren durch. Die Ergebnisse zeigen eine Generationenkluft beim Führen einer elektronischen Krankengeschichte auf. So führen 72% der Ärztinnen und Ärzte zwischen 35 und 44 Jahren die Krankengeschichte komplett elektronisch, während es bei den 55- bis 64-Jährigen lediglich 38% waren.

Monitoring des Bundesgesetzes über das EPD: Studien zu den Hauptzielen des EPD

Im Jahr 2016 wurden ein Wirkungsmodell und ein Monitoringkonzept entwickelt, um die Auswirkungen des EPD zu erfassen. Im Jahr 2017, nach dem Inkrafttreten des EPDG, legte ein drittes Dokument – das Umsetzungskonzept – die Methoden zur Operationalisierung der Indikatoren des Wirkungsmodells fest. Das Monitoring wird sich hauptsächlich auf Daten, die aus dem Betrieb des EPD stammen, und auf Befragungen der Bevölkerung und der Gesundheitsfachpersonen stützen.

Letzte Änderung 23.03.2021