EPD-Zertifizierung

Der Schlüssel zum Vertrauensraum

Gemeinschaften und Stammgemeinschaften haben eine gesetzliche Grundlage: Das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG). Dieses tritt voraussichtlich im Frühling 2017 in Kraft. Ab dann haben die Spitäler und Heime drei beziehungsweise fünf Jahre Zeit, sich einer Gemeinschaft oder einer Stammgemeinschaft anzuschliessen. Diese Gemeinschaften und Stammgemeinschaften werden zertifiziert – sie erfüllen dann die strengen Vorgaben des EPDG. Zusammen bilden sie den sogenannten «EPD-Vertrauensraum». Zertifizierte Gemeinschaften und Stammgemeinschaften verwenden das national einheitliche Zertifikat. Erste zertifizierte Gemeinschaften und Stammgemeinschaften werden ihre Dienstleistungen für die Gesundheitsfachpersonen und ihre Organisationen sowie für die Patientinnen und Patienten frühestens ab Mitte 2018 anbieten.

Neben den (Stamm-)Gemeinschaften müssen nach Bundesrecht auch die Herausgeber der Identifikationsmittel zertifiziert werden.

EPD-Logo als Gütesiegel

Sobald die ersten Gemeinschaften und Stammgemeinschaften gemäss EPDG zertifiziert sind, muss für die Bevölkerung transparent sein, wer zum „nationalen Vertrauensraum EPD" gehört. Vor diesem Hintergrund hat eHealth Suisse eine nationale EPD-Dachmarke und ein einheitliches Logo erarbeiten lassen. Diese wurden beim Institut für Geistiges Eigentum hinterlegt. Die nationale EPD-Dachmarke ist ein Garant für den sicheren Datenaustausch nach den Regeln des EPDG.

In den Versorgungsregionen haben sich Gesundheitsfachpersonen und ihre Organisationen bereits heute zu Gemeinschaften der Stammgemeinschaften organisiert. Sie bestimmen eigenständig, wie sie im Versorgungsraum kommunizieren – dazu gehört auch der optische Auftritt. Sie dürfen das Zertifikat von eHealth Suisse allerdings erst nach bestandener Zertifizierung einsetzen. Erst dann gehören sie zum «EPD-Vertrauensraum» – damit ist für die Bevölkerung jederzeit erkennbar, ob ein Angebot zum Eröffnen eines EPD vertrauenswürdig ist.