EPD-Zertifizierung

Der Schlüssel zum Vertrauensraum

Gemeinschaften und Stammgemeinschaften haben eine gesetzliche Grundlage: Das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG). Dieses ist im Frühling 2017 in Kraft getreten. Ab diesem Zeitpunkt haben die Spitäler und Heime drei beziehungsweise fünf Jahre Zeit, sich einer Gemeinschaft oder einer Stammgemeinschaft anzuschliessen. Diese Gemeinschaften und Stammgemeinschaften werden zertifiziert – sie erfüllen dann die strengen Vorgaben des EPDG. Zusammen bilden sie den sogenannten «EPD-Vertrauensraum». Zertifizierte Gemeinschaften und Stammgemeinschaften verwenden das national einheitliche EPD-Logo.

Neben den (Stamm-)Gemeinschaften müssen nach Bundesrecht auch die Herausgeber der Identifikationsmittel zertifiziert werden.

Akkreditierung unter Leitung der SAS

Das Akkreditierungsverfahren für die «Herausgeber von Identifikationsmitteln»  und für «Gemeinschaften und Stammgemeinschaften» wird von einer durch die Schweizerischen Akkreditierungsstelle SAS für die Zertifizierung nach EPDG akkreditierten Zertifizierungsstelle durchgeführt. Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) begleitet den Prozess als Schema-Eigner.

Gestaffelte Zertifizierung

Bei der Zertifizierung ist vorgesehen, die Überprüfung der (Stamm-)Gemeinschaften nach organisatorischen und technischen Aspekten zu staffeln. Die Prüfung des technischen Teils findet weitgehend mit Hilfe des Zertifizierungstestsystems statt. Bei den technischen Prüfpunkten ist es vorgesehen, dass die Zertifizierungsgesellschaften von speziell ausgebildetem Personal seitens der Betreiberin der Zertifizierungsumgebung im Auftrag vom BAG begleitet sind. Konkret sind beispielsweise die Resultate der Testfälle aus technischer Sicht durch diese Experten bewertet. Abgeschlossen ist die Zertifizierung wenn auch die technischen Anforderungen erfüllt sind.

Handbuch zum Einsatz der EPD-Dachmarke

Um der Bevölkerung transparent zu machen, welche (Stamm-)Gemeinschaften zum «nationalen Vertrauensraum EPD» gehören, hat eHealth Suisse eine nationale EPD-Dachmarke und ein einheitliches Zertifizierungszeichen erarbeiten lassen und diese beim Institut für Geistiges Eigentum hinterlegt. Sobald die Gemeinschaften und Stammgemeinschaften gemäss EPDG zertifiziert sind, können sie das EPD-Zertifizierungszeichen verwenden. Die Bildmarke bedeutet, dass es sich um einen vertrauenswürdigen Anbieter handelt, die Verwendung des Zeichens sorgt für Wiedererkennungswert. Ein Handbuch zum Einsatz der Dachmarke, des Zertifizierungszeichens sowie der Kommunikationsbausteine zum EPD beschreibt, wie die zukünftigen (Stamm-)Gemeinschaften und weitere Partner die Marke EPD anwenden dürfen und sollen, um ihr Angebot möglichst transparent und erfolgreich kommunizieren zu können.

Letzte Änderung 01.03.2021