Programmierhilfen

Präzisierungen und Korrekturen zu den EPD-Vorgaben

Die rechtlichen Grundlagen zum elektronischen Patientendossier (EPD) enthalten detaillierte Vorgaben zur Einführung. Bei der technischen und organisatorischen Umsetzung ist es aber möglich, dass Lücken, Unklarheiten oder Fehler auftauchen, die gefüllt, präzisiert oder korrigiert werden müssen. Ein neues Dokument von eHealth Suisse zeigt, welche Anpassungen bereits vorgeschlagen wurden und wie ihr Bearbeitungsstand ist. Ziel dieses Dokumentes ist es, die Akteure frühzeitig auf absehbare Ergänzungen oder Änderungen hinzuweisen. Das Dokument wird mindestens monatlich aktualisiert. Änderungen, die sich auf die rechtlichen Grundlagen auswirken, werden Anfang 2018 in einer ersten Revision des EPD-Ausführungsrechts berücksichtigt.

Zentrale Abfragedienste: HPD, CPI und MDI

Seit Juni 2017 steht ein Testsystem für die zentralen Abfragedienste zur Verfügung. Das Testsystem umfasst die Komponenten Health Provider Directory (HPD), Community Portal Index (CPI) und Metadatenindex (MDI). Die Softwarelieferanten der angehenden Gemeinschaften und Stammgemeinschaften, die die Anbindung an die Zentralen Abfragedienste vornehmen, können beim Bundesamt für Gesundheit unter der Adresse BAG-Abfragedienste formlos einen Testzugang beantragen.

Zentrale Ausgleichsstelle: UPI

Die zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) vergibt und verwaltet die neue Patientenidentifikationsnummer nach EPDG (EPD-SPID), die nur ZAS-intern mit der AHV-Nummer verknüpft ist. Sie führt die Identifikationsdatenbank UPI (Unique Personal Identifier Database), auf die die EPD-(Stamm-)Gemeinschaften zugreifen dürfen.

Folgende Schnittstellenstandards beschreiben den Zugriff auf den Web-Service der UPI:

Es ist auch möglich, den Broadcast-Service zu abonnieren. In diesem Fall informiert die UPI automatisch, wenn Personeneinträge mit EPR-SPID geändert wurden:

Sichere Kommunikation: SEDEX

Für die sichere Kommunikation mit der UPI muss gemäss den Zertifizierungsvoraussetzungen der SEDEX-Client (Secure Data Exchange) verwendet werden. 

Die Softwarehersteller, die für angehende EPD-Gemeinschaften und Stammgemeinschaften die Anbindung an die UPI realisieren müssen, können unter der Adresse BAG-Abfragedienste einen SEDEX-Testzugang bestellen. Die Kosten werden vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) übernommen.

Zertifizierte (Stamm-)Gemeinschaften können beim BAG einen Zugang auf die produktive SEDEX-Umgebung beantragen. Dieser Zugang ist kostenpflichtig gemäss dem Kostenmodell von SEDEX.

Wird ein Testzugang nicht mehr benötigt, ist das BAG für den Entzug der Berechtigungen ebenfalls unter BAG-Abfragedienste rasch in Kenntnis zu setzen.

Testplattform und Use Cases

Während dem EPD-Projectathon werden die gesetzlich vorgeschriebenen IHE-Profile sowie die Kommunikation mit den zentralen Diensten getestet. Dafür sind Anwendungsbeispiele, sogenannte „Use Cases“, definiert, welche wiederum die Grundlage von einzelnen Testszenarien bieten. Damit die Gemeinschaften die möglichen EPD-Anwendungen testen können, sind diese auf der EPD-Referenzplattform (Gazelle) abgebildet. 

Weitere Ressourcen

Eine XSD-Datei (abgekürzt für „XML Schema Definition“) definiert die Struktur von XML-Dokumenten, die in der Kommunikation der einzelnen IHE-Profile zum Einsatz kommen.

In der Arbeitsgruppe technisch-semantische Integration wurde ein Vorschlag für die Definition der SAML-Assertion von IdPs (Identity Providers) ausgearbeitet:

Letzte Änderung 16.10.2017