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61. Newsletter eHealth Suisse

Die 61. Ausgabe des eHealth Suisse Newsletters ist erschienen.

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Auf Hochtouren wird derzeit an der Einführung des Elektronischen Patientendossiers (EPD) gearbeitet – insbesondere in den «Stammgemeinschaften», die das EPD in Zukunft anbieten werden. Der EPD-Programmausschuss von Bund und Kantonen überprüft die Fortschritte und den Stand der Umsetzung regelmässig. Der Aufbau der Stammgemeinschaften ist aufwändig und das Zertifizierungsverfahren anspruchsvoll, auch wegen den sehr hohen Anforderungen an den Datenschutz und an die Datensicherheit. Weil das Zertifizierungsverfahren zusammen mit der formalen Anerkennung der Zertifizierungsstellen länger dauert als bisher angenommen, wird es leichte Verzögerungen geben. Mit einem schweizweiten EPD-Start auf Mitte April 2020 ist nicht zu rechnen. Bund und Kantone prüfen aber Massnahmen, damit einzelne Stammgemeinschaften den Betrieb fristgerecht aufnehmen können, falls die Zertifizierung zwar abgeschlossen ist, die Zertifizierungsstellen aber noch nicht die notwendige Akkreditierung durchlaufen haben. Der EPD-Programmausschuss erwartet zudem, dass die Beteiligten ihre Verantwortung wahrnehmen, damit alle Einwohnerinnen und Einwohner der Schweiz bis spätestens im Sommer 2020 ein EPD eröffnen können.

weiterzu Meldung: Einführung Elektronisches Patientendossier: Arbeiten laufen auf Hochtouren

Neben den (Stamm-)Gemeinschaften müssen nach Bundesrecht auch die Herausgeber der Identifikationsmittel für das EPD zertifiziert werden. Zwei Firmen haben das aufwändige Zertifizierungsverfahren für die sichere Identifizierung nun erfolgreich durchlaufen: die Health Info Net AG (HIN) und ELCA Informatique SA.

weiterzu Meldung: Erste elektronische Identitäten für das EPD zertifiziert

Gut 46 Prozent der Ärztinnen und Ärzte in der Grundversorgung planen einen Anschluss ans EPD. Dies, obwohl die Teilnahme für alle ambulanten Gesundheitsfachpersonen beim EPD-Start im nächsten Jahr freiwillig ist. So lautet eines der Resultate der neusten Vergleichsstudie der amerikanischen Stiftung «Commonwealth Fund», an der sich die Schweiz regelmässig beteiligt (vgl. Factsheet 2019 für die Schweiz). Den EPD-Anschluss planen eher jüngere Ärzte, die teilweise in Gruppenpraxen arbeiten. Keinen Anschluss sieht die Mehrheit der älteren Ärzte vor, die in Einzelpraxen tätig sind. Im internationalen Vergleich nach wie vor sehr tief ist der Anteil der Ärzte, welche die Krankengeschichte elektronisch dokumentieren. Mit knapp 70% belegt die Schweiz den letzten Platz unter den elf Ländern, die an der Studie teilgenommen haben.

weiterzu Meldung: Fast die Hälfte der Schweizer Ärzte will sich beim EPD anschliessen

Die eMedikation ist einer der am häufigsten nachgefragten Anwendungsfälle im EPD-Kontext. 2017 erarbeitete die Interprofessionelle Arbeitsgruppe (IPAG) Vorgaben für dazugehörige Austauschformate. Das Resultat dieser Arbeiten wurde mit dem IHE Community Medication Prescription and Dispense (CMPD) Profile harmonisiert, welches ebenfalls solche Austauschformate (documents) für den eMedikationsprozess definiert. Ein neues Faktenblatt von eHealth Suisse listet, erklärt und verbindet die diversen Dokumente und Austauschformate zur eMedikation und zeigt das weitere Vorgehen auf: Die gesamte eMedikation auf einmal einzuführen, würde sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. Deshalb soll die Einführung in zwei Phasen ablaufen. In einem ersten Schritt soll gegen Ende 2020 das «Medication Card Document» eingeführt werden, das eine möglichst vollständige Übersicht der aktuellen Medikation enthält.

weiterzu Meldung: eMedikation: Einführung in zwei Phasen

Mit der Umsetzung des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG) sind zahlreiche Herausforderungen verbunden, welchen sich Institutionen für Menschen mit Unterstützungsbedarf auf ganz unterschiedlichen Ebenen zu stellen haben. Bei einer dieser Herausforderungen setzt der vorliegende Leitfaden von Curaviva Schweiz an: Er will Leitungspersonen und Entscheidungsträgern das nötige Wissen bereitstellen, damit sie die Handlungsoptionen und die damit ver¬bundenen Konsequenzen sowie deren Potenzial für den individuellen Betrieb ad¬äquat einschätzen und so letztlich gut gerüstet in die Planung des eigenen EPD-Projekts starten können.

weiterzu Meldung: Leitfaden von Curaviva Schweiz zur Einführung des EPD

Der Steuerungsausschuss von eHealth Suisse hat das überarbeitete Dokument «Interoperable Zusatzdienste von (Stamm-)Gemeinschaften» genehmigt. Es enthält sieben Empfehlungen für die Umsetzung einer schweizweit interoperablen gerichteten Kommunikation zwischen Gesundheitsfachpersonen. An der öffentlichen Anhörung im Sommer 2019 hatten sich 56 Organisationen grösstenteils zustimmend zum Dokument geäussert. Kritikpunkte wurden in der Auswertung berücksichtigt und in die Empfehlungen eingearbeitet. Die französische Version erscheint im Dezember.

weiterzu Meldung: Nationale Empfehlungen für interoperable Zusatzdienste

Die Bürgerinnen und Bürger können frei wählen, bei welchem Anbieter – einer sogenannten Stammgemeinschaft – sie ein elektronisches Patientendossier eröffnen und führen möchten. Dazu gehört auch das Recht, jederzeit die Stammgemeinschaft zu wechseln. Damit ein solcher Wechsel möglich ist, haben die Stammgemeinschaften gemeinsam in einer temporären Arbeitsgruppe die Migration eines EPD von Anbieter zu Anbieter definiert. Die Ergebnisse sind in der Umsetzungshilfe «Wechsel der Stammgemeinschaft» festgehalten.

weiterzu Meldung: Umsetzungshilfe zum Wechsel der Stammgemeinschaften

Die (Stamm-)Gemeinschaften nutzen eine komplexe Infrastruktur mit IT-Systemen unterschiedlicher Betreiber, die miteinander vernetzt sind. Bei Anpassungen können Fehler auftreten, die dazu führen, dass das Gesamtsystem nicht mehr korrekt funktioniert. Damit die Gemeinschaften diese fehlerhaften Veränderungen rasch feststellen können, wurde die Umsetzungshilfe «Funktionsabnahmen in EPD-Produktivumgebungen» erarbeitet (französische Version liegt im Januar vor), die ein entsprechendes Konzept zur Sicherstellung der Qualität und Interoperabilität des EPD enthält.

weiterzu Meldung: Funktionsabnahmen zur Sicherstellung der Qualität und Interoperabilität des EPD

Das Schulungs-Kit – eine Material- und Ideensammlung, die für die eigenen Schulungen eingesetzt werden können – ist nun auch auf Französisch und Italienisch erhältlich. Sie können es per Mail bei eHealth Suisse bestellen.

weiterzu Meldung: Schulungs-Kit auf Französisch und Italienisch verfügbar

Letzte Änderung 04.11.2019