Geplante Austauschformate

Momentan bereitet eine gemeinsame Begleitgruppe von eHealth Suisse und der sogenannten «Interprofessionellen Arbeitsgruppe elektronisches Patientendossier» (IPAG) der Berufsverbände Austauschformate vor, die nach ihrer Fertigstellung ins EPDG-Ausführungsrecht einfliessen können.

eToC / eÜberweisungsbericht

Im Bericht zum «eÜberweisungbericht» vom Dezember 2018 werden Empfehlungen für den interdisziplinären Gebrauch der bei Behandlungsübergängen wichtigsten Informationsmodule formuliert. Diese sollen in elektronischen Dokumenten der «Transition of Care» (eToC), also Übertritte und Behandlungsübergänge, für die interprofessionelle Kommunikation angewendet werden. Die vorliegenden Datenmodule können unabhängig voneinander in verschiedenen Dokumenten wie beispielsweise Austrittsberichten zur Anwendung kommen.

In einem nächsten Schritt soll ein Fallbeispiel erarbeitet werden, der illustriert, wie ein Spitalaustrittsbericht als «eÜberweisungsbericht» im EPD als interprofessionelles Dokument abgelegt wird. Hinzu kommt, dass die Europäische Union ein International Patient Summary (IPS) entwickelt hat, welches ermöglicht auf Gesundheitsinformationen von Patienten bei Notfällen oder ungeplanten Behandlungen überall und bei Bedarf zuzugreifen und weiterzugeben. Um zukünftig über die Landesgrenze hinweg Informationen austauschen zu können, soll der «eÜberweisungsbericht» so angepasst werden, dass daraus ein IPS extrahiert werden kann.

eAllergien und Intoleranzen

Im Bericht «eAllergien und Intoleranzen» vom Dezember 2019 formuliert die IPAG EPD inhaltliche Empfehlungen für die Ausarbeitung eines Austauschformates zu Allergien und Intoleranzen. Da Allergien und Intoleranzen wesentliche Gesundheitsinformationen sind, die im Gesundheitssystem häufig erhoben und verwendet werden, sollen die behandlungsrelevanten Daten in einem Austauschformat beschrieben werden. Damit können die Dateninhalte vielfältig wiederverwendet und der intra- und interprofessionelle Informations- und Kommunikationsaustausch gefördert werden.

Letzte Änderung 18.02.2020