Glossar

Die zentralen Abfragedienste stellen den Gemeinschaften notwendige Referenzdaten zur Verfügung, welche von einzelnen IT-Infrastrukurelementen der Gemeinschaften abgefragt werden können. Die Referenzdaten sind für die Kommunikation zwischen Gemeinschaften nötig, indem sie zum Beispiel Auskunft darüber geben, welche Gemeinschaften und Gesundheitsfachpersonen aktuell am elektronischen Patientendossier teilnehmen. Insbesondere die Information über registrierte Gesundheitsfachpersonen und Gesundheitseinrichtungen ist wichtig für die Patienten, damit sie Zugriffsrechte vergeben oder entziehen können. In den zentralen Abfragediensten werden keine Daten über Patientinnen und Patienten geführt. Die zentralen Abfragedienste sind in der Verantwortung des BAG.

Mit Abrufverfahren ist der "virtuelle Zugriff" der Gesundheitsfachperson auf die Daten und Dokumente eines Patienten gemeint. Dieser Zugriff ist jedoch nur möglich, wenn der Patient vorgängig dieser Gesundheitsfachperson explizit die Berechtigung zum Zugriff auf diese Daten und Dokumente erteilt hat.

Active and Assisted Living Programme (AAL, auf Deutsch Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben, umgebungsunterstütztes Leben durch innovative Technik oder Assistenzsysteme fürs Alter) umfasst Methoden, Konzepte, (elektronische) Systeme, Produkte sowie Dienstleistungen, welche das alltägliche Leben älterer und auch benachteiligter Menschen situationsabhängig und unaufdringlich unterstützen. Die verwendeten Techniken und Technologien sind nutzerzentriert, also auf den Menschen ausgerichtet und integrieren sich in dessen direktes Lebensumfeld. Die Technik passt sich folgerichtig an die Bedürfnisse des Nutzers an und nicht umgekehrt. Um Kontextinformationen zu teilen, können Technologien im AAL-Umfeld sinnvollerweise modular und vernetzbar aufgebaut sein, um ein pseudointelligentes Verhalten aufzuweisen. Diese Eigenschaft ist jedoch nicht zwingend erforderlich.

siehe Prozesse, administrative

Im Sinne der IHE-Domänen ist damit eine technische und organisatorische Einheit gemeint, in der alle angeschlossenen Organisationen (z.B. Arztpraxen, Spitäler, Spitex, etc.) an eine IHE XDS Registry (eigentlich das EPD) angeschlossen sind und darüber medizinische Informationen zu einem Patienten ausgetauscht werden können. Im Allgemeinen wird die eindeutige Patientenidentifikation innerhalb einer Domäne über einen Master Patient Index sichergestellt. Der 'Domänen-Begriff' kann gleichgesetzt werden mit dem Begriff "EPD-Gemeinschaft".

Unter Anonymisierung versteht man jeglichen Vorgang, durch den die Zuordnung der Information zu einer konkreten Person für immer verhindert wird oder nur noch mit aussergewöhnlichem Aufwand möglich ist. Anonymisierte Daten gelten nicht mehr als Personendaten und unterscheiden sich somit von pseudonymisierten Daten (siehe Pseudonymisierung).

Monetäre und nicht-monetäre Anreize sollen Akteure zur Umsetzung von Prozessen mit eHealth motivieren. Übergeordnetes Ziel von Anreizsystemen im eHealth-Bereich ist die Verwendung von eHealth Methoden, die dem Anwender und dem Patienten einen messbaren Nutzen bringen.

Ein Use Case definiert eine Interaktion zwischen Akteuren und dem betrachteten System, die stattfindet, um ein bestimmtes fachliches Ziel (engl. business goal) zu erreichen. Ein derartiger Anwendungsfall beschreibt einen Ablauf oder einen Prozess. Ein kommerziell erfolgreicher Use Case wird zum Business Case.

App oder mobile App (Abkürzung vom englischen Wort application) ist eine Anwendungssoftware für Mobilgeräte bzw. mobile Betriebssysteme.

Modelhafter Entwurf und Konzeption der organisatorischen und technischen Voraussetzungen, Verfahren, Teilsysteme etc., welche für die Umsetzung der eHealth Strategie notwendig sind. Zentrales Element der eHealth Architektur Schweiz ist das dezentral verteilte, virtuelle elektronische Patientendossier. Es dient als Grundlage für die Planung und den Weiterausbau des elektronischen Dienstleistungsangebots der beteiligten Akteure.

WHO Anatomical Therapeutic Chemical Classification System (Kodierung von Arzneimittelwirkstoffen)

Ein Audit untersucht z.B. im Rahmen einer Zertifizierung, ob Prozesse und Anwendungen die definierten Anforderungen und Richtlinien erfüllen

Gesetzlich vorgeschriebene Fristen für die Aufbewahrung von Daten. Im medizinischen Bereich sind diese zum Teil auf Bundeseben, z.T. kantonal und z.T. über das Obligationenrecht geregelt. Sie gelten normalerweise für die Aufbewahrung auf Papier, teilweise auch für elektronische Medien

Möglichkeit des individuellen Ausschlusses von Gesundheitsfachpersonen. Die Liste enthält Identitäten von Personen, denen der Zugang zu den Dokumenten durch den Patienten verwehrt wurde.

Austauschformate ermöglichen ohne spezielle Absprachen (automatisch) den einfachen Datenaustausch zwischen verschiedenen IT-Systemen der Akteure (Maschine-Maschine-Kommunikation). In der Spezifikation des Austauschformates sind die technischen und semantischen Standards definiert, die für den einheitlichen Informationsaustausch notwendig sind.

Authentifizierung (engl. authentification) ist der Vorgang der Überprüfung einer behaupteten Identität. Ob dem authentifizierten Benutzer der Zugang gewährt werden darf, entscheidet das Programm im Rahmen der Autorisierung.

Authentisierung ist synonym zu Authentifizierung.

Starke Authentisierung im Kontext des EPD bedeutet eine 2-Faktor-Authentisierung, d.h. mindestens zwei Faktoren (Besitz, Wissen oder biologisches Merkmal) müssen gegeben sein für eine erfolgreiche Authentisierung. Beispiel: login mit einer Smartcard (Besitz) und einem Password (Wissen).

Attribut bzw. Metadatum im IHE XDS-Profil für die Beschreibung der medizinischen Fachrichtung einer Person, welche ein Dokument verfasst hat. (IHE XDS - Cross Enterprise Document Sharing: Registration und Austausch von Dokumenten)

Sie bezeichnet den Vorgang, mit dem ein Computerprogramm prüft, ob eine bestimmte Identität ein bestimmtes Recht besitzt. Die Autorisierung erfolgt meist nach einer erfolgreichen Authentisierung bzw. Authentifizierung

Grundlegendes konstituierendes Element der Architektur, z.B. Patientenindex

Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG) (SR 412.10)

Stärkung der individuellen Kompetenz des Patienten im Umgang mit Gesundheitsinformationen, insbesondere mit digital verfügbaren Informationen. Sie umfasst die Aspekte der technischen Kompetenz (z.B. Zugang zum Internet, generell Umgang mit neuen Medien), Medienkompetenz (Informationsselektion) und inhaltliche Kompetenz (medizinisch-fachliche Kompetenzen). Es geht auch um das Gleichgewicht der vorhandenen Informationen zwischen Patient und Behandelnden.

Behandelnde sind Gesundheitsfachpersonen, die Untersuchungen, Behandlungen und/oder Präventionsmassnahmen am oder für den Patienten durchführen, oder dem Patienten für Untersuchung, Behandlung und/oder Prävention erforderliche Produkte abgeben.

Sämtliche Tätigkeiten einer Gesundheitsfachperson, die der Heilung oder Pflege einer Patientin oder eines Patienten oder der Vorbeugung, Früherkennung, Diagnostik oder Linderung einer Krankheit dienen

siehe Daten, behandlungsrelevante

Siehe Daten, behandlungsrelevante

System oder Konzept, welches für die Steuerung von Berechtigungen verantwortlich ist. Damit wird insbesondere der Zugriff auf bestimmte Ressourcen und/oder Daten geregelt. Die Berechtigungen werden oft über ein Rollen- oder ein Attribut-Modell vergeben, d.h. bestimmte Benutzergruppen haben bestimmte Berechtigungen. Bei den Berechtigungen kann man auch unterscheiden zwischen lesendem und/oder schreibendem Zugriff.

Gesetzlich festgelegte Pflichten, die mit der Ausübung eines Heilberufes verbunden sind

Big Data bezeichnet Datenmengen, die zu groß oder zu komplex sind oder sich zu schnell ändern, um sie mit händischen und klassischen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten. Mittels anwendungsspezifischer Algorithmen wird versucht, Zusammenhänge, neues Wissen und Entscheidungen abzuleiten. Typische Teilgebiete und Anwendungen im Gesundheitsbereich sind Patient Crowdsourcing, Accelerated Trial Sourcing, Health Data Mining & Predicitve Analytics, Smart Prevention.

Die Biomedizin ist ein interdisziplinäres Fachgebiet, das Inhalte und Fragestellungen der experimentellen Medizin mit informatiktechnischen (bzw. ingenieurwissenschaftlichen) Prinzipien und Regeln verbindet. Sie kombiniert Kenntnisse aus dem Bereich der Technik, besonders dem Lösen von Problemen und der Entwicklung, mit der medizinischen Sachkenntnis der Ärzte, der Pflegefachleute und anderer Berufe, um die Diagnostik, Therapie, Krankenpflege, Rehabilitation und Lebensqualität gesunder Einzelpersonen zu verbessern.

Die Biomedizinische Informatik hat zum Ziel, die Verarbeitung, Aufbereitung und Analyse biologischer und medizinischer Daten zu vereinfachen und zu optimieren.

siehe Continuity of Care Record

Clinical Document Architecture: Ein auf XML basierendes Dokumentenformat mit medizinischem Bezug zur digitalen Repräsentation medizinischer Informationen, um herstellerunabhängige elektronische Dokumentation und Kommunikation dieser Informationen zu ermöglichen. HL7 CDA basiert in weitenTeilen auf HL7 V3. (Quelle wiki.hl7.de/index.php/CDA_und_HL7_V3)

CDA-CH-II: Spezifikation zum Erstellen von Vorlagen für ein Schweizer Dokument im Gesundheitswesen, welches auf Health Level 7 Clinical Document Architecture beruht (siehe www.hl7.ch/service/news/news-detailansicht/datum/2011/10/08/cda-ch-ii-nun-in-allen-geplanten-sprachen-verfuegbar.html). Die nationalen Austauschformate basieren auf CDA-CH-II, zum Beispiel das e-Impfdossier.

European Committee for Standardisation

Schweizerische Operationsklassifikation

Unter Cloud Computing versteht man das Speichern von Daten in einem entfernten Rechenzentrum, aber auch die Ausführung von Programmen, die nicht auf dem lokalen Rechner installiert sind, sondern eben in der (metaphorischen, virtuellen) Wolke (englisch cloud) laufen.

Englischer Begriff für Gemeinschaft im Sinne des EPD, oft auch gleichgesetzt mit (IHE-)Affinity Domain.

Privatwirtschaftliche Branchenvereinigung von Unternehmen aus Gesundheitswesen und Technologie, die sich zusammengeschlossen haben, um die Qualität der persönlichen Gesundheitsversorgung zu verbessern. Continua Health Alliance publiziert Interoperabilitätsprofile für die Interaktion von Sensor-/Aktorsystemen bis hin zu einer elektronischen Akte. Relevant für den Themenkreis mHealth und die Interoperabilität von mobilen Geräten und deren Software, z.B. Apps auf Smartphones.

Continuity of Care Record: Zusammenfassende (elektronische) Patientendokumentation oder Ausschnitt aus einer solchen, welche die wichtigsten und aktuellen Patientendaten und damit die für (allfällige) weitere Behandlungen relevanten Informationen enthält. CCR wird v.a. in den USA benutzt, ist vergleichbar mit dem europäischen "EU-Patient Summary".

Im Kontext des EPD entscheidet der Patient gemeinsam mit seinen Behandelnden, welche Daten bzw. Dokumente für den weiteren Behandlungsverlauf wichtig sind und in das EPD publiziert werden sollen, damit sie für die anderen Behandelnden sichtbar sind. Eine abschliessende Liste von Dokumenten-Typen wird nicht vorgeschrieben. Wichtiger Hinweis: Es ist nicht die Idee, dass alle Informationen aus dem Primärsystem ins EPD publiziert werden sollen, sondern nur jene, welche interessant sind für die weiterbehandelnden Gesundheitsfachpersonen.

Demographische Daten sind zum Beispiel Name, Vorname, Geschlecht, Adresse, Geburtsdatum, weitere Merkmale zur Identifikation wie zum Beispiel die Patientenidentifikationsnummer nach EPDG und allenfalls weitere Kontaktdaten des Patienten.

Eine der 3 Vertraulichkeitsstufen von Daten im EPD.

Medizinische Daten, die aus Sicht der Patientin oder des Patienten sensibel sind und nur Gesundheitsfachpersonen mit der Zugriffsstufe «erweitert» zugänglich sein sollen.

Eine der 3 Vertraulichkeitsstufen von Daten im EPD.

Mit dieser Vertraulicheitsstufe kann der Patient veranlassen, dass diese Daten nur noch ihm zugänglich sind.

Eine der 3 Vertraulichkeitsstufen von Daten im EPD. Zum Beispiel behandlungsrelevante Dokumente und Daten wie z. B. Berichte, Befunde, durchgeführte Behandlungen etc. sowie auch Informationen über Allergien und Unverträglichkeiten oder besondere Erkrankungen, Kostengutsprachen, Patientenverfügung, Willensäusserung zur Organspende, Kontaktdaten von im Notfall zu benachrichtigenden Personen.

Prinzip der verteilten Datenhaltung (vs. zentrale Datenhaltung), d.h. an jener Stelle, an welcher die Daten produziert wurden, werden diese auch gespeichert. Im Gegensatz dazu wird bei der zentralen Datenhaltung an einem Ort alle Information gespeichert. Das EPD folgt dem Prinzip der dezentralen Datenhaltung, d.h. es wird keine grosse zentrale Datenbank geben, in der alle Patientendaten abgespeichert sind.

Datenintegrität ist auf dem Gebiet der Informationssicherheit ein Schutzziel, das besagt, dass Daten über einen bestimmten Zeitraum vollständig und unverändert sein sollen. Integrität umfasst Datensicherheit (Schutz vor Verlust) und Fälschungssicherheit (Schutz vor vorsätzlicher Veränderung).

Jede Person hat gemäss der Bundesverfassung Anspruch auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Daraus folgt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Für eHealth heisst dies, dass die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, wer wann welche Daten bearbeiten darf.

Die Datensicherheit soll den Verlust, die Manipulation, den unberechtigten Zugriff und die Verfälschung von Daten und Informationen mittels primär technischer, aber auch organisatorischer Massnahmen verhindern

Softwaresysteme, die für menschliche Entscheidungsträger für operative und strategische Aufgaben relevante Informationen ermitteln, aufbereiten, übersichtlich zusammenstellen und bei der Auswertung helfen. Im Medizin-Kontext geben sie den Behandelnden Vorschläge zu Diagnose und Therapie oder warnen bei Verdacht auf Fehlbehandlung. Beispiele sind automatisierte Metastasen-Suche auf einem CT-Bild oder Hinweise auf Arzneimittel-Unverträglichkeiten wegen einer Allergie

siehe Datenhaltung, dezentrale

Digital Imaging and Communications in Medicine (Standard für den Austausch von radiologischen Daten im Sinne von Bildern und Befunden).

Die Europäische Kommission lancierte im Rahmen der "Digital Agenda for Europe" zwei Pilotprojekte, um Erfahrungen mit der Verwaltung der Gesundheitsdaten durch ihre Besitzer, die Patientinnen und Patienten, zu sammeln: Sustain und Palante (www.sustainsproject.eu / www.palante-project.eu).

siehe Signatur, digitale

Attribut bzw. Metadatum für die Beschreibung von Dokumentenklassen im EPD-System, welches auf IHE XDS basiert. (IHE XDS - Cross Enterprise Document Sharing: Registration und Austausch von Dokumenten)

Attribut bzw. Metadatum für die Beschreibung von Dokumententypen im ePatientendossier-System, welches auf IHE XDS basiert. (IHE XDS - Cross Enterprise Document Sharing: Registration und Austausch von Dokumenten)

Physikalischer Speicherort der EPD-Dokumente, die jederzeit abrufbar sein sollen, sofern ein Zugriffsrecht besteht. Das gemeinschaftsinterne Dokumentenablagesystem ist eine für ein automatisiertes Abrufverfahren bereitgestellte dezentrale Komponente und enthält diejenigen Dokumente, die als behandlungsrelevante Dokumente über das EPD anderen Gesundheitsfachpersonen und dem Patienten zugänglich gemacht werden sollen.

Verzeichniskonzept, wie welche Dokumententypen oder Dokumente in elektronischer Form abgelegt und so recherchierbar gemacht werden

Mit der "Doppelten Freiwilligkeit" wird auf eine Regelung im Entwurf des Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier gemäss der Fassung vom 29. Mai 2013 verwiesen. Die "Doppelte Freiwilligkeit" besagt, dass das Eröffnen und das Führen eines elektronischen Patientendossiers sowohl für den Patienten als auch für die ambulanten Leistungserbringer freiwillig ist. Bei beiden Personengruppen gilt das "opt-in"-Prinzip.

Diagnosis Related Groups (DRG; deutsch: diagnosebezogene Fallgruppen) bezeichnen ein Klassifikationssystem für ein pauschaliertes Abrechnungsverfahren, mit dem Krankenhausfälle (Patienten) anhand von medizinischen Daten, sogenannten Leistungsbezeichnern (Haupt- und Nebendiagnosen, Prozedurenkodes, demographische Variablen) zu Fallgruppen aufgrund ihrer methodischen Ähnlichkeit zugeordnet werden. Dieses System wird in der Schweiz seit 2012 für die stationäre Abrechnung eingesetzt.

Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (SR 235.1)

Medizinischer Bericht in elektronischer Form, der bei einem Patientenaustritt aus dem Spital an die nachbehandelnden Stellen (Institutionen) verschickt wird. Der Austrittsbericht enthält die zum betreffenden Zeitpunkt wichtigsten Informationen zum Zustand des Patienten. Es wird zwischen dem provisorischen und dem definitiven Austrittsbericht unterschieden. Da es sich beim Austrittsbericht um einen zentralen und häufigen Dokumententyp bei der Behandlung und Therapie von Patienten handelt, eignet er sich auch dazu, als standardisiertes elektronisches Austauschformat eingesetzt zu werden (siehe Austauschformat).

ebXML steht für "Electronic Business using XML", d.h. XML für elektronische Geschäftsprozesse. ebXML ist eine 1999 gestartete Initiative. Ziel der Initiative ist die Entwicklung eines technischen Rahmens zur Nutzung von XML für elektronische Geschäftsprozesse sowie eine Senkung der Eintrittsbarrieren für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) und Entwicklungsländer. ebXML ist kein Standard an sich, sondern eine Familie verschiedener Standards von UN/CEFACT und OASIS.

(XML - Extensible Markup Language ist eine Auszeichnungssprache zur Darstellung hierarchisch strukturierter Daten in Form von Textdateien. XML wird u. a. für den plattform- und implementationsunabhängigen Austausch von Daten zwischen Computersystemen eingesetzt, insbesondere über das Internet.)

Der Verein eCH koordiniert die elektronische Kommunikation zwischen den jeweils relevanten behördlichen und privaten Akteuren und verabschiedet eGovernment-Standards. Die verabschiedeten Standards haben den Status von Empfehlungen

eGovernment ist der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für die Bereitstellung von Information der Behörden und zur Gestaltung und Unterstützung der Prozesse innerhalb der Behörden sowie zwischen Behörden und ihren Zielgruppen.

eGovernment ist ein Instrument zur Transformation und Modernisierung der Verwaltung

Unter eHealth oder elektronischen Gesundheitsdiensten wird der integrierte Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie zur Gestaltung, Unterstützung und Vernetzung aller Prozesse und Akteure im Gesundheitswesen verstanden.

Siehe "Architektur eHealth Schweiz"

Für eHealth erforderliche technische Komponenten, z.B. sichere Netzwerke, elektronische Authentisierung per digitale Identifikationsmedien, etc.

Mit EHR (electronic health record) wird im englischen Sprachraum meistens ein Instituts übergreifendes Patientendossier bezeichnet, im Gegensatz zum EMR (electronic medical record), welches die eigentliche elektronische Krankengeschichte in einer Institution (z.B. Spital oder Arztpraxis) meint. Das Schweizer ePatientendossier entspricht also am ehesten einem EHR. ACHTUNG: manchmal wird EHR auch für die lokale elektronische Krankengeschichte benutzt.

Folgende Einschlusskriterien werden im ePatientendossier-Berechtigungssystem geprüft:

Behandlungskontext:

Der Patient legt fest, wer zum Kreis seiner Gesundheitsfachpersonen gehört. Er weist passende Zugriffsstufen explizit den gewünschten Gesundheitsfachpersonen zu.

Notfallkontext:

In medizinischen Notfallsituationen können Gesundheitsfachpersonen auch ohne vorgängig vergebene Zugriffsrechte auf Daten aus dem ePatientendossier zugreifen. Der anfragenden Gesundheitsfachperson wird die Zugriffsstufe „Notfall“ zugewiesen. Der Patient kann die sichtbaren Vertraulichkeitsstufen für den Notfallzugriff festlegen. Eine Gesundheitsfachperson kann den Notfallzugriff beanspruchen. Dieser Zugriff betrifft nur das Dossier des ausgewählten Patienten. Der Patient wird über den Zugriff informiert.

Für die Erstellung eines elektronischen Patientendossiers ist die schriftliche Einwilligung der Patientin oder des Patienten erforderlich. Die Einwilligung ist nur gültig, sofern die betroffene Person sie nach angemessener Information über die Art und Weise der Datenbearbeitung und deren Auswirkungen freiwillig erteilt (informed consent).

siehe Gesundheitsdienste, elektronische

Wird auch als 'digitale Identität' bezeichnet und meint jede mögliche Form von technisch abgebildeten Daten, die zu einer Person gehören. Das sind im allgemeinen Attribute, die eine Person gemäss einem bestimmten Sicherheitsniveau in einem elektronischen Geschäftsumfeld identifizieren. Oft werden diese Attribute bzw. digitalen Identitäten physikalisch auf einem Medium gespeichert, z.B. Smartcard oder Smartphone oder USB-Stick. Mithilfe der elektronischen Identität können digitale Prozesse abgesichert werden, z.B. digitale Unterschrift.

siehe Kopie, elektronische

siehe Krankengeschichte, elektronische

siehe Metadaten, elektronische

In der Schweiz versteht man unter dem elektronischen Patientendossier ein virtuelles Dossier, über das dezentral abgelegte behandlungsrelevante Daten einer Patientin oder eines Patienten in einem Abrufverfahren zugänglich gemacht werden können. Das ePatientendossier wird von den Gesundheitsfachpersonen in Absprache mit den Patientinnen und Patienten geführt. Die Inhalte stehen entlang des Behandlungspfades unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung. Die Patienten haben das Recht auf Einsichtnahme und Verwaltung der Zugriffsrechte.

Abbildung von Medikationsprozessen mithilfe digitaler Hilfsmittel, z.B. Erstellen eine elektronischen Rezeptes, welches in der Apotheke eingelöst wird oder Abruf der aktuellen elektronischen Medikamentenliste des Patienten, damit Medikationsfehler vermeidet werden.

EMR ist ein englischer Begriff, der im allgemeinen für die elektronische Krankengeschichte im Primärsystem (zBsp IT-System des Arztes oder des Spitals) benutzt wird.

Siehe Decision Support Systeme

siehe elektronisches Patientendossier

siehe elektronisches Patientendossier

Die gesetzlichen Grundlagen regeln die Anforderungen des Bundes für eine sichere Bearbeitung von Daten im elektronischen Patientendossier. Diese umfassen sowohl die technischen (z.B. Normen sowie Infrastrukturkomponenten) wie auch die organisatorischen Rahmenbedingungen (z.B. Identifikation der Patienten und der Gesundheitsfachpersonen oder Definition der Zugriffssrechte).

Siehe auch www.bag.admin.ch/themen/gesundheitspolitik/10357/10360/index.html .

ePrescription ist ein englischer Ausdruck für ein elektronisches Rezept, welches zusätzlich zu den verschriebenen Medikamenten-Informationen auch wichtige Hinweise zum Patienten und seinem Status haben kann, z.B. Allergie- oder Medikamenten-Unverträglichkeits-Informationen.

EU-Projekt "European Patients' Smart Open Services", Dauer 2008-2014. epSOS probte den transnationalen Datenaustausch mittels zweier Use Cases: Patient Summary und ePrescription (siehe www.epsos.eu).

Ein Rezept ist die formelle, schriftliche Aufforderung eines Arztes oder eines anderen autorisierten Health Professionals an eine herausgebende Stelle zu einer Belieferung eines Patienten mit Arznei- oder Hilfsmitteln. Ein eRezept stellt diese Aufforderung in elektronischer Form dar. Damit übernimmt das eRezept die Funktion der heutigen (papierbasierten) Arzneimittelverschreibung. Ein eRezept bzw. die ensprechenden elektronischen Dokumente können durch den ausstellenden Health Professional digital signiert und auf einer Chipkarte gespeichert werden. Zusätzlich zu den verschriebenen Medikamenten-Informationen können auch wichtige Hinweise zum Patienten und seinem Status damit übermittelt werden, z.B. Allergie- oder Medikamenten-Unverträglichkeits-Informationen.

In gewissen Situationen kann es für den Patienten sinnvoll sein, das Recht auf Zuweisung einer Zugriffsstufe an eine Gesundheitsfachperson stellvertretend zu erteilen. Dieser Ermächtigungsprozess muss elektronisch erfolgen. Das bedeutet, dass der Ermächtigungsprozess elektronisch verifiziert, dokumentiert und protokolliert werden muss.

Der Patient kann somit Gesundheitsfachpersonen seiner Stammgemeinschaft ermächtigen, an seiner Stelle einer anderen Gesundheitsfachperson eine Zugriffsstufe zuzuweisen. Die ermächtigten Gesundheitsfachpersonen können maximal nur die Zugriffsstufe zuweisen, welche sie zu diesem Zeitpunkt selber besitzen.

eVACDOC ist das national empfohlene Austauschormat für das elektronische Impfdossier. Es hat den Anspruch, alle notwendigen Informationen zu „Impfungen und Immunschutz“ abzubilden und soll als kleinster gemeinsamer Nenner für den elektronischen Datenaustausch im Zusammenhang mit Impfungen und Immunschutz betrachtet werden. Die Informationen im Impfausweis (papierbasiert) bilden eine Untermenge des „eVACDOC"

EU-Projekt EXPAND (Expanding Health Data Interoperability Services), Dauer 2014-15. Das Projekt soll die Errungenschaften von epSOS absichern und zum Connecting Europe Facility-Programm (CEF) überführen.

Federführende Organisation: damit sind jene Organisationen gemeint, die in einem bestimmten Fachgebiet über das entsprechende Domänen-Wissen verfügen, z.B. der "Verband der medizinischen Laboratorien der Schweiz" (FAMH). Diese ffO's sollen als Fachexperten für spezifische Fragestellungen dienen, z.B. Definition von semantischer Interoperabilität im Kontext von zu verwendenden Terminologien.

Der Bund unterstützt den Aufbau und die Zertifizierung von Gemeinschaften und Stammgemeinschaften durch Finanzhilfen. Die Finanzhilfen werden während drei Jahren ab Inkrafttreten des Gesetzes ausgerichtet. Diese sind an die Mitfinanzierung durch die Kantone oder Dritte gebunden und sind bundesseitig auf 30 Millionen beschränkt. Dabei darf die Höhe des Beitrags durch Dritte oder durch den Kanton die Höhe des Bundesbeitrages nicht unterschreiten. Im Ausführungsrecht werden die Details zu den Finanzhilfen geregelt (Gewährung, anrechenbare Kosten, Modalitäten der Auszahlung, etc.).

Zusammenschluss von Gesundheitsfachpersonen und deren Einrichtungen. Gemeinschaften müssen u.a. sicherstellen, dass Daten über das elektronische Patientendossier jederzeit für Patientinnen und Patienten sowie für die Gesundheitsfachpersonen, die die notwendigen Zugriffsrechte erhalten haben, zugänglich sind. Die Gemeinschaften müssen dazu insbesondere sicherstellen, dass jede Bearbeitung von Daten protokolliert wird. Erst nach einer erfolgreichen Zertifizierung dürfen die Mitglieder einer Gemeinschaft am EPD-Gesamtsystem teilnehmen.

Gesundheitsberufe sind Berufe, die im Gesundheitssystem angesiedelt sind. Sie nehmen im Wesentlichen die Gesundheitsversorgung

der Bevölkerung wahr. Die Berufe lassen sich nach ihrem Ausbilungsniveau (Sekundär- oder Tertiärabschluss) und nach ihrem

Tätigkeitsgebiet unterteilen

Gesundheitsberufe sind Berufe, die im Gesundheitssystem angesiedelt sind. Sie nehmen im Wesentlichen die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung wahr. Die Berufe lassen sich nach ihrem Ausbildungsniveau (Sekundär- oder Tertiärabschluss) und nach ihrem Tätigkeitsgebiet unterteilen.

In der GDK sind die für das Gesundheitswesen zuständigen Regierungsmitglieder der Kantone in einem politischen Koordinationsorgan vereinigt. Zweck der Konferenz ist es, die Zusammenarbeit der 26 Kantone sowie zwischen diesen, dem Bund und mit wichtigen Organisationen des Gesundheitswesens zu fördern. Rechtlich und finanziell werden die Konferenz und ihr Zentralsekretariat durch die Kantone getragen. Die Entscheide der Konferenz haben für ihre Mitglieder und die Kantone den Stellenwert von Empfehlungen. Eine Ausnahme bilden die Regelungen zur Osteopathie. Die Konferenz ist auch als Gesprächsforum der Gesundheitsdirektorinnen und Gesundheitsdirektoren sowie als Ansprechpartnerin für die Bundesbehörden sowie für zahlreiche nationale Verbände und Institutionen von Bedeutung.

Ein elektronisches Gesundheitsdossier fasst die verteilt bei Behandelnden und Patienten anfallenden klinischen und gesundheitsbezogenen Daten eines Menschen zusammen und stellt sie unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung. Das Gesundheitsdossier kann Elemente des ePatientendossiers und weitere Daten enthalten (z.B. aus der persönlichen Gesundheitsvorsorge, Ernährung oder Bewegung). Der Inhaber der Akte bestimmt die Inhalte und die Zugriffsrechte.

Nach eidgenössischem oder kantonalem Recht anerkannte Fachperson, die im Gesundheitsbereich Behandlungen durchführt oder anordnet oder im Zusammenhang mit einer Behandlung Heilmittel oder andere Produkte abgibt.

Informationen zu allen Themengebieten rund um die Gesundheit

Eine elektronische Gesundheitskarte ist eine Karte, die medizinische Daten enthält und/oder den Zugang zu solchen ermöglicht

Fähigkeit, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken. siehe auch 'Patienten-Befähigung'

Zentraler thematischer und eventuell auch persönlicher Einstieg (single point of access) ins Internet, von dem aus Verbindungen zu relevanten Gesundheitsthemen und -diensten bereitgestellt werden (Links zu Gesundheitsthemen und eventuell Einstiegsort zum persönlichen elektronischen Patientendossier). In der Schweiz ist derzeit kein national einheitliches Gesundheitsportal vorgesehen.

siehe Gesundheitsfachperson

Die Global Location Number bzw. Globale Lokationsnummer (GLN) gemäss GS1 Konzept identifiziert global einheitlich Organisationen und Personen. Im eHealth Kontext wird sie für die Identifikation von Behandelnden und Gesundheitsorganisationen verwendet.

Governance bezeichnet generell das Steuerungs- und Regelungssystem im Sinn von Strukturen (Aufbau- und Ablauforganisation) einer politisch-gesellschaftlichen Einheit wie Staat, Verwaltung, Gemeinde, privater oder öffentlicher Organisation.

Die vordefinierte Grundeinstellung der Zugriffsrechte gilt für alle neu eröffneten elektronischen Patientendossiers. Diese Einstellung regelt den Zugang zu den Daten und Dokumenten. Der Patient bzw. die Patientin kann die Grundeinstellungen jederzeit verändern.

Mit der Einwilligung zur Eröffnung eines EPD nach angemessener Information und Aufklärung („Informed Consent“) akzeptiert der Patient die Grundprinzipien zur Steuerung der Zugriffsrechte. Für Details siehe Empfehlungen V.

Der Begriff „Gruppe von Gesundheitsfachpersonen“ umfasst alle in einer Gesundheitsorganisation und deren Unterorganisationen tätigen Gesundheitsfachpersonen, die Mitglied einer zertifizierten Gemeinschaft sind. Gesundheitsorganisationen können stationäre Einrichtungen wie akutsomatische oder Rehabilitations-Spitäler, Gruppen- oder Einzelpraxen, Apotheken oder Spitexorganisationen etc. sein. Darüber hinaus können sogenannte „virtuelle“ Gruppen von Gesundheitsfachpersonen von Bedeutung sein, zum Beispiel ein onkologisches Netzwerk aus Gesundheitsfachpersonen aus verschiedenen Organisationen (z.B. Tumorboard). Alle Gruppen müssen im nationalen Abfragedienst 'Health Organisation Index (HOI)' abgebildet werden.

GS1 (Global Standards One) ist eine weltweite, privatwirtschaftlich aufgestellte Organisation, die globale Standards zur Verbesserung von Wertschöpfungsketten gestaltet und umsetzt sowie weltweit für die Vergabe der Global Trade Item Number (GTIN) für Produkte sowie weiterer eindeutiger Idente zur Kennzeichnung von Anlagen, Behältern, Dokumenten und anderen Business Objekten zuständig ist. Mit dem GS1 System können eindeutige Identifikationen vorgenommen werden, z.B. Organisationen mit einer GLN.

Nationales Verzeichnis der registrierten Gesundheitsinstitutionen im EPD-System.

National betriebender Abfrage- bzw. Referenzdienst für die Suche nach Gesundheitsinstitutionen im Kontext EPD.

siehe Heilberufeausweis

Nationales Verzeichnis der registrierten Behandelnden im EPD-System

National betriebener Abfrage- bzw. Referenzdienst für die Suche nach Gesundheitsfachpersonen im Kontext EPD

Personen, die über eine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf verfügen, resp. diesen ausüben. (Siehe auch Behandelnde oder Gesundheitsfachperson)

Attribut bzw. Metadatum eines EPD-Dokumentes zur Beschreibung des Typs einer Gesundheitseinrichtung

Der Heilberufeausweise weist den „Heilberufler“ als solchen und als Person aus, in Form eines Sichtausweises und/oder elektronisch.

Der Hilfspersonenbegriff nach Art. 101 des Obligationenrechts umfasst sämtliche natürliche oder juristische Personen, die für eine andere Person und mit deren Einverständnis eine Schuldpflicht erfüllen oder ein Recht ausüben. Im Rahmen des elektronischen Patientendossiers unterstützt demnach die Hilfsperson die Gesundheitsfachperson in einer bestimmten Funktion bei der Erfüllung ihrer Aufgabe und darf dabei Kenntnis von Informationen über den Patienten oder die Patientin erhalten, die notwendig sind, um die Unterstützungsfunktion auszuüben. Der Kreis der Hilfspersonen kann beliebig gross sein (Pflegepersonal, Assistenten, Laborangestellte etc).

Health Level 7: Kommunikationsstandard für den Nachrichtenaustausch zwischen medizinischen Informationssystemen mit umfangreichen Definitionen zu Nachrichtentypen und Trigger-Events, die die Nachrichtenübermittlungen auslösen. siehe auch: wiki.hl7.de

Clinical Document Architecture: Ein auf XML basierendes Dokumentenformat mit medizinischem Bezug zur digitalen Repräsentation

beliebiger medizinischer Informationen, um herstellerunabhängige elektronische Dokumentation und Kommunikation dieser Informationen

zu ermöglichen

siehe Health Organisation Index

Health on the Net Foundation (HON): Zertifizierungsprozess für Anbieter von Gesundheitsinformationen im Internet zwecks Erreichung des HON-Qualitätslabels. Existiert seit 1995, wird durch den Kanton Genf mitfinanziert. HONcode ist der offizielle Standard für die Zertifizierung gesundheitsbezogener Internetseiten in Frankreich.

siehe oben: Heilberufeausweis

siehe oben: Health Professional Index

Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme (Kodierung von Diagnosen in der ambulanten und stationären Versorgung).

ICD-Oncology (Kodierung von Lokalisation und Histologie von Neubildungen)

International Classification of Functioning, Disability and Health (Kodierung von Funktionsfähigkeit oder Beeinträchtigung)

International Classification of Nursing Practice (Internationale Klassifikation für die Pflegepraxis)

International Classification of Primary Care - Second Edition (Kodierung von Problemen in der ambulanten Versorgung)

Die Identifikation ist der Vorgang, der zum eindeutigen Erkennen einer Person oder eines Objektes dient. In der Informationstechnologie

bedeutet sie die Erkennung eines Benutzers (oder eines Administrators)

Die Identifikationsmittel erlauben es den menschlichen Trägern, ihre (elektronische) Identität nachzuweisen. Es kann sich dabei beispielsweise um eine Smartcard (Versichertenkarte), einen USB-Key (Suisse-ID) oder ein Mobiltelefon handeln.

Mit Identifikationsmittel sind Produkte, Dienste und Verfahren gemeint, die einer Person zur Verfügung stehen, um gegenüber einem elektronischen Dienst die Echtheit der Identität mit einem definierten Sicherheitsniveau zu beweisen.

Ein Identifikator ist ein eindeutiges künstliches Merkmal oder Attribut, das zur Identifizierung eines Objektes dient. Identifikatoren bestehen in der Regel aus Codes und Nummern. Auch Menschen können einen Identifikator erhalten (Personenidentifikator).

Sammlung von personenspezifischen Identifikatoren bzw. Attributen, siehe auch 'Identifikator'

Eine elektronische oder digitale Identität ist eine Art digitaler Ausweis. Sie enthält Angaben über die Identität des Inhabers und den Namen und die digitale Signatur des Ausstellers. Sie sorgt gemäss den Anforderungen des Datenschutzes dafür, dass die Person oder das Objekt als echt und vertrauenswürdig identifiziert werden kann.

Die elektronische Identität enthält in der Regel auch ein digitales Zertifikat zum Nachweis der Echtheit der behaupteten Identität. Diese Daten der elektronischen Identität können auf einem Datenträger gespeichert sein (Identifikationsmittel).

Die Verwaltung der eindeutigen Identifikation von Personen und deren Zuordnung zu elektronischen Identitäten (S. 17 Empfehlungen II), sowie Verwaltung der Zugriffsberechtigungen auf Daten und Informationen.

Integrating the Healthcare Enterprise: Initiative von Anwendern und Herstellern mit dem Ziel, den Informationsaustausch zwischen

IT-Systemen im Gesundheitswesen zu standardisieren und zu harmonisieren. IHE liefert die Basis-Konzepte für die eHealth Architektur und ist Garant für Interoperabilität der IT-Systeme.

IHE Immunisation Content Profile

IHE Patient Care Coordination Domain

Patient Demographics Query (PDQ) dient als technisches Instrument zur Recherche nach Merkmalen eines Patienten und weiteren

demographischen Daten

Patient Identifier Cross Referencing (PIX) gleicht die Patientenidentifikatoren verschiedener Institutionen ab

Cross-Community Access (XCA) : dieses IHE Profil wird in der eHealth Architektur Schweiz benutzt für die Abfrage nach Dokumenten über Gemeinschaftsgrenzen hinweg

Cross-Community Patient Discovery (XCPD): diese IHE Profil wird in der eHealth Architektur Schweiz benutzt für die Abfrage nach Patienten-Identitäten über Gemeinschaftsgrenzen hinweg.

Das IHE-Integrationsprofil Cross Enterprise Document Sharing (XDS) ermöglicht es, über abgestimmte Metadaten medizinische Dokumente verschiedener Gesundheitsinstitutionen zu registrieren und auszutauschen.

Das IHE-Profil Cross-Enterprise User Assertion (XUA) gibt die Möglichkeit, Informationen über authentifizierte Benutzer (Personen, Systeme, Anwendungen) über Einrichtungsgrenzen hinweg sicher zu kommunizieren. Dadurch können sich Benutzer innerhalb einer Einrichtung gegenüber ihrem Anwendungssystem oder einer zentralen Benutzerverwaltung authentifizieren und diese Informationen können im Rahmen der einrichtungsübergreifenden Kommunikation mit versendet werden, d.h. die verschiedenen angeschlossenen IT-Systeme vertrauen den Authentisierungsinformationen gegenseitig (circle of trust).

International Health Terminology Standards Development Organisation: Organisation, die die Terminologie SNOMED CT verwaltet und weiterentwickelt.

siehe Informations- und Kommunikationstechnologien

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bezeichnet das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und

Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Es handelt sich dabei um ein Datenschutz-Grundrecht. Das informationelle

Selbstbestimmungsrecht ist eine Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts

Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bezeichnet das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Es handelt sich dabei um ein Datenschutz-Grundrecht. Das informationelle Selbstbestimmungsrecht ist eine Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts. siehe auch 'Patient Empowerment'.

Unter IKT versteht man die Informations- und Kommunikationstechnologien, welche auf den neusten Entwicklungen der Informatik und Telekommunikation, sowie der Multimedia-Technik basieren.

Die Aufgabe des Informationsmanagement ist die Schaffung einer aufgabenorientierten Informationsverarbeitung und Kommunikation sowie die Gewährleistung der Informations- und Kommunikationsfähigkeit einer Institution durch Entwicklung, Aufrechterhaltung und Betrieb der Informationsinfrastruktur.

Einwilligung (des Patienten zur Eröffnung eines EPD) nach angemessener Information und Aufklärung („Informed Consent“). Siehe auch Patient Consent

Auswahl von Anwendungsfällen und deren Definition in Integrationsprofilen zwecks Ermöglichung des Datenaustauschs (IHE). Dadurch können sich Anbieter und Anwender auf die Funktionalität beziehen, die im IHE-Regelwerk spezifiziert ist, ohne alle Details wiederholen zu müssen, die sich auf die IHE-Akteure und Transaktionen beziehen.

Damit ist eine Medikamentenverordnung bzw. Erstellen einen Medikamenten-Rezeptes gemeint, bei der alle verfügbaren Daten, z.B. vorausgegangene Verordnungen („medication history“) sowie andere Daten zwecks Interaktions- und Kontraindikationschecks, Dosisanpassungen etc. genutzt werden. Ziel ist vor allem eine sicherere Medikation.

Nicht beabsichtigte, für den Patienten gesundheitlich riskante Wechselwirkung zwischen gleichzeitig verabreichten Medikamenten.

Interoperabilität ist die Fähigkeit unabhängiger, heterogener Informatikysteme möglichst nahtlos zusammen zu arbeiten, um Informationen auf effiziente und verwertbare Art und Weise auszutauschen bzw. dem Benutzer zur Verfügung zu stellen, ohne dass dazu gesonderte Absprachen zwischen den Systemen notwendig sind. Dazu ist in der Regel die Einhaltung gemeinsamer Standards notwendig. Die Interoperabilität umfasst die folgenden Dimensionen: Politisch, organisatorisch, technisch, syntaktisch und semantisch.

Die organisatorische Interoperabilität bezieht sich auf die ausgestalteten Prozesse sowie die Art und Weise der organisationsübergreifenden Zusammenarbeit.

Bei der politischen Ebene der Interoperabilität geht es darum, ob auf politischer Ebene die Bereitschaft vorhanden ist, Daten zwischen den Institutionen auszutauschen. Eine Rolle spielen hier die gesetzlichen Grundlagen, die eventuell zwischen den Regionen nicht miteinander kompatibel sind.

Semantische Interoperabilität stellt sicher, dass die präzise Bedeutung der ausgetauschten Information verstanden werden kann. Die semantische Interoperabilität bedingt somit die Definition des Kontexts von medizinischen Begriffen, die kommuniziert werden sollen. Bei der alltäglichen Kommunikation sind sich Menschen bewusst, in welchem thematischen Kontext Wörter oder Begriffe verwendet werden. Sie"entschlüsseln" automatisch die gebrauchten Worte richtig, so dass diese eine eindeutige Interpretation zulassen. Als Menschen sind wir uns nicht bewusst, wie stark der kontextuelle Rahmen die Kommunikation beeinflusst. Menschen verfügen in ihrer Kommunikation über eine hohe Fähigkeit, Worte sinngemäss und eindeutig zu interpretieren. Da Maschinen diese Fähigkeit fehlt, wird eine einheitlliche Sprache (Codierung) von Begriffen benötigt.

Die syntaktische Interoperabilität stellt sicher, dass die auszutauschenden Daten kompatibel sind, damit diese Daten technisch korrekt in den Systemen verarbeitet werden können. Gegenstand der syntaktischen Interoperabilität ist die Informationsstruktur (z.B. die Struktur eines elektronischen Austrittsberichtes).

Die verschiedenen Softwareapplikationen der Ak-teure im Modellversuch

müssen also miteinander verbunden werden, damit Dokumente elektronisch

ausgetauscht werden können. Dies kann in ver-schiedener technischer

Tiefe bezüglich Sicherheit, Syntax und definierter Prozesse realisiert

sein.

Die Internationale Organisation für Normung (engl. International Organization for Standardization) ist die internationale Vereinigung

von Normungsorganisationen

siehe Klinikinformationssystem

Eine Klassifikation beinhaltet die systematische Ordnung von Sachverhalten nach festgelegten Merkmalen, die mehrere Sachverhalte gemeinsam auszeichnen (Prinzip der Klassenbildung).

Auch: Klinisches Informationssystem. Im Schweizer Sprachgebrauch bezeichnet das KIS die Gesamtheit aller informationsverarbeitenden Einheiten zur Bearbeitung medizinischer Daten in einer Klinik bzw. in einem Spital.

siehe Prozesse, klinische

Verfassungsmässig und/oder rechtlich vorgesehene Zuständigkeit / vorgesehene Zuständigkeitsbereiche

Rechtlich verbindlicher Vertragsabschluss zwischen mehreren Kantonen

Das Koordinationsorgan "eHealth Suisse" wurde von Bund und Kantonen zwecks Umsetzung der Strategie eHealth Schweiz geschaffen. Es koordiniert und steuert auf kantonaler und nationaler Ebene Projekte und nationale Anwendungen zur elektronischen Vernetzung medizinischer und administrativer Informationen und Prozesse.

Datenreplikation; Replikation oder Replizierung bezeichnet die mehrfache identische Speicherung von Daten an typischerweise unterschiedlichen Standorten.

Letztlich zählen die Investitionen in eHealth zu den Kosten des Gesundheitswesens und werden deshalb über Steuern (Bund, Kanton) und über die Prämien finanziert. Es ist auch denkbar, dass die PatientInnen einen Teil der Kosten selber tragen werden. Für eine exakte Zuordnung der Kosten ist es heute noch zu früh.

Meist synonym zu Kranken- oder auch Patientenakte: Gesamtheit aller dokumentierten Informationen über den Krankheitsverlauf eines Patienten. Seltener bezeichnet der Begriff den Krankheitsverlauf und frühere Behandlungen eines Patienten im Sinne der Anamnese.

Die elektronische Krankengeschichte ist die innerbetriebliche, arztmoderierte, fallbezogene Sammlung der verfügbaren medizinischen, präventiven, pflegerischen und administrativen Daten einer Patientin oder eines Patienten. Die Daten werden nach einheitlichen Ordnungskriterien elektronisch erfasst und gespeichert. Dies sind somit jene Daten und Dokumente, die zum Beispiel bei einem Besuch beim Arzt von ihm oder seinen Mitarbeitenden im eigenen Praxissystem (auch Primärsystem genannt) abgelegt werden. Dadurch können sie auch einrichtungsübergreifend zur Verfügung gestellt werden, je nach Verwendungszweck in der Form einer zusammenfassenden Basisdokumentation. Die elektronische Krankengeschichte nimmt damit eine Schlüsselstellung auf dem Weg zu einem elektronisch unterstützten Gesundheitssystem ein und bildet die Grundlage für das elektronische Patientendossier (Zugang zum ePatientendossier im Sekundärsystem).

Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG) (SR 832.10)

Diese Kategorie von Softwaresystemen befasst sich mit der Datenverarbeitung im medizinischen Labor und ist meist der Erzeuger von Laborbefunden.

Leistungserbringer werden alle diejenigen Personengruppen genannt, die (paramedizinische, medizinische, pflegerische) Leistungen für die Versicherten der Krankenkassen (KVG, UVG, IVG, MVG) erbringen.

Leistungserfassung in der Pflege (Kodierung von Pflegeinterventionen)

siehe Laborinformationssystem

Logical Observation Identifiers Names and Codes (Kodierung von Labormessungen und klinischer und medizinisch-technischer Untersuchungen).

Systematische Inbezugsetzung von z.B. zwei semantischen Systemen (zwei Terminologien) um eine Beziehung zwischen ihnen herzustellen und dadurch semantisch identische Information zwischen den Terminologien in ihrer jeweils eigenen Logik austauschen zu können.Ein Mapping kann immer zu einen Informationsverlust führen und sollte daher mit Bedacht und viel Sachverstand erfolgen.

Ein Master Patient Index (MPI) ist im Allgemeinen ein Programm/Applikation, mit dem mehrere Identitäten/Stammdaten eines Patienten zu einer einzigen Identität zusammengeführt werden kann. D.h. ein MPI dient dazu, die Patienten-Identitäten aus verschiedenen Quellen (IT-Systeme der Behandelnden) unter einer gemeinsamen Identität zusammenzuführen und einen Index aller erfassten Patienten aufzubauen.

Medizinalberufekommission

Bundesgesetz vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG) (SR 811.11)

Medical Dictionary for Regulatory Activities (Kodierung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen und -ereignissen)

Unter einem Medienbruch versteht man einen Wechsel des informationstragenden Mediums innerhalb eines Informationsbeschaffungs- oder -verarbeitungsprozesses. Man geht davon aus, dass ein in der Informationskette liegender Medienbruch dazu führt, dass der Informationsbeschaffungs- oder -verarbeitungsprozess hierdurch erschwert, verlangsamt und unter Umständen auch in seiner Qualität gemindert wird.

Ein klassisches Beispiel von Medienbrüchen im Gesundheitswesen ist das versenden eines Fax aus einer Applikation heraus. Der Fax wird dann am Zielort eingescannt, damit das Dokument elektronisch aufbewahrt werden kann.

Die Fähigkeit, mit den elektronisch zur Verfügung stehenden Informationen umgehen zu können, sie zur Informationssuche und Meinungsbildung einzusetzen, die Informationen kritisch auf ihre Qualität und Vertrauenswürdigkeit hin zu bewerten und situativ richtige Entscheide für einen sicherheitsbezogenen Umgang mit den persönlichen Daten zu fällen.

Zusammenführung von Daten vorausgegangener Verordnungen („medication history“) sowie anderer Daten zwecks Interaktions- und Kontraindikationschecks, Dosisanpassungen etc.

Zur Information und zum Schutz der Patientinnen und Patienten führt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ein Medizinalberufsregister (MedReg), ein Register der universitären Medizinalberufe. Diese Datenbank enthält transparente und lückenlose Informationen über die Qualifikationen der in- und ausländischen Medizinalpersonen sowie über die von den kantonalen Behörden erteilten Bewilligungen für die selbstständige Berufsausübung.

Die Medizinische Informatik befasst sich mit der systematischen Verarbeitung von Daten, Informationen und Wissen in der Medizin und im Gesundheitswesen. Sie ist von dem Streben geleitet, damit zur Gestaltung der bestmöglichen Gesundheitsversorgung beizutragen.

siehe Daten, medizinische

siehe Terminologie, medizinische

Als Metadaten bezeichnet man allgemein Daten, die Informationen über andere Daten enthalten. Bezogen auf ein Dokument bilden die Angaben zum Autor, Zeitpunkt der Erstellung usw. die Metadaten. Standards für interoperable Metadaten haben die Aufgabe, Metadaten aus unterschiedlichen Quellen nutzbar zu machen. Sie umfassen die Aspekte der Semantik, des Datenmodells und der Syntax.

Der Begriff Mobile Health (mHealth) beschreibt medizinische Verfahren sowie Massnahmen der privaten und öffentlichen Gesundheitsfürsorge, die durch Mobilgeräte wie Mobiltelefone, Patientenüberwachungsgeräte, persönliche digitale Assistenten (PDA) und andere drahtlos angebundene Geräte unterstützt werden.

Überwachung von medizinischen Messwerten eines Patienten oder Patientin, zum Beispiel Vitalwerte wie Blutdruck oder Blutzucker oder subjektive Schmerzempfindungen.

siehe Master Patient Index

North American Nursing Diagnosis Association (Kodierung von Pflegediagnosen)

Die GDK (Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren) ist daran, insbesondere für die nicht-universitären Gesundheitsberufe ein aktives, personenbasiertes, nationales Register (NAREG) analog dem Medizinalberuferegister MedReg zu schaffen. Dieses enthält neben Angaben zur Person und ihrem Diplom auch Angaben über allfällige erteilte Berufsausübungsbewilligungen sowie rechtskräftige aufsichtsrechtliche Massnahmen. Erfasst werden Inhaberinnen und Inhaber von Ausbildungsabschlüssen mit Anerkennung gemäss interkantonalen Vereinbarungen (IKV).

Die Nationalen Kontaktpunkte wurden im europäischen Pilotprojekt epSOS konzipiert für den länderübergreifenden Austausch von medizinischen Daten, zum Beipiel e-Rezepte oder e-Patient Summaries. Diese auf nationaler Ebene bereitgestellte technische Infrastruktur (auch Gateways genannt) soll auch in Zukunft genutzt werden als Eintritts- und Austrittspforte für die grenzüberschreitende Kommunikation.

siehe Nationaler Kontaktpunkt

Karte mit Chip zwecks Informationsspeicherung. Auf der EU-Ebene gab es das Netcards-Projekt: Mittels Lesegeräten konnten auf der Netcard gespeicherte Informationen über den Patienten von unterschiedlichen Ländern aus gelesen werden.

Nursing Interventions Classification (Kodierung von Pflegemassnahmen)

Nursing Outcomes Classification (Outcome-orientierte Kodierung von Pflegeergebnissen)

Eine Nomenklatur bezeichnet die möglichst vollständigen Benennungen der Begrifflichkeiten eines Fachgebietes, wobei zwischen den Objekten keine vollständig definierte, vor allem keine systematische oder hierarchische Beziehung bestehen muss. Beispiele: SNOMED CT, LOINC oder MeSH Thesaurus.

Elektronische Notfalldaten sind digital gespeicherte persönliche und medizinische Daten, die in einem Notfall relevant sein können (Kontaktadressen, Blutgruppe, Krankheiten, Medikation, Allergien, Impfungen, Organspende, etc.). Träger der elektronischen Notfalldaten kann z.B. die Versichertenkarte sein.

In medizinischen Notfallsituationen können Gesundheitsfachpersonen ohne vorgängig erteiltes Zugriffsrecht auf das elektronische Patientendossier zugreifen. Sie erhalten in diesem Fall standardmässig Zugriff auf die Vertraulichkeitsstufen «normal zugänglich». Gesundheitsfachpersonen, die auf der Ausschlussliste stehen, können keine Notfallzugriffe tätigen. Ebenfalls keine Notfallzugriffe sind möglich, wenn die Patientin oder der Patient von der Option, den Notfallzugriff auszuschliessen, Gebrauch gemacht hat. Aufgrund des Ausnahmecharakters des Notfallzugriffs sieht das Gesetz vor, dass die Patientin oder der Patient über einen erfolgten Notfallzugriff informiert werden muss.

Im Vordergrund steht die Optimierung der Patientensicherheit über bessere Informationsdisponibilität. Entsprechende Studien weisen tendenziell auf eine positive Kosten-Nutzen-Bilanz und positive ökonomische Effekte von eHealth-Innovationen hin.

Object Identifier: In der elektronischen Kommunikation zwischen zwei Informationssystemen ist das übereinstimmende Verständnis von Objektreferenzen eine notwendige Voraussetzung für technische und semantische Interoperabilität. Objektidentifikatoren stellen einen Mechanismus dar, um weltweit eindeutige und zeitlich unbeschränkte Kennzeichnungen für reale oder virtuelle Objekte zu vergeben und zu verwalten. Im System des elektronischen Patientendossier spielen OIDs eine wichtige Rolle.

Dienstleistungen, die über das Internet angeboten werden. Die Dienstleistungen sind meistens interaktiv und können auf den jeweiligen Empfänger abgestimmt werden.

Informationen, die über das Internet angeboten werden.

Ein online-Portal stellt dem Benutzer per Internet eine Benutzeroberfläche zur Verfügung. Diese wird meistens über einen Internet-Browser dargestellt, kann aber auch in einer eigenen Applikation/Programm laufen. Im Kontext des elektronischen Patientendossiers (EPD) soll über ein online Portal der Benutzer (Patient oder Gesundheitsfachperson) die EPD-Funktionalitäten bedienen können.

Eine Ontologie bezeichnet eine sprachlich gefasste und formal geordnete Darstellung von Begriffen eines Anwendungsbereichs und der zwischen diesen Begriffen bestehenden Beziehungen. Die Forschung auf dem Gebiet der medizinischen Ontologie gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Wissensmodellierung, für die semantische Fundierung der Wissensrepräsentation und für die Entwicklung von Metamodellen im Bereich der praktischen medizinischen Anwendungen.

openEHR ist ein offener Standard in der Gesundheits-Informatik und beschreibt wie Management, Speicherung, Auswertung und Datenaustausch medizinischer Daten in und zwischen Patientenakten-Systemen realisiert werden kann. Der openEHR-Ansatz ermöglicht eine generische Zwei-Ebenen-Modellierung von elektronischen Gesundheitsakten. Dabei wird zwischen dem Referenzmodell für das Anwendungssystemund Archetypen zur flexiblen Modellierung klinischer Konzepte unterschieden. Ziel ist es semantische Interoperabilität von archetypbasierten Informationssystemen im Gesundheitswesen zu erreichen. So soll der Austausch von elektronischen Patientenakten bzw. Teilen hiervon unterstützt werden.

Im opt-in Modell muss der potentielle Nutzer eine bewusste Entscheidung zum Mitmachen bzw. Eintritt treffen, ansonsten ist er nicht dabei. Im Gegensatz dazu ist im opt-out Modell jeder von Beginn an dabei und muss explizit Austreten falls er nicht dabei sein will. Im Schweizer System des elektronischen Patientendossiers hat man sich auf ein opt-in Modell geeinigt. D.h. ein Patient muss explizit einwilligen ein elektronisches Patientendossier zu führen, mit jederzeitigem Recht auf Widerruf.

siehe Interoperabilität, organisatorische

Zusammenfassung mit den wichtigsten aktuellen klinischen Daten eines Patienten (vgl. auch CCR). Im Allgemeinen sind in solchen Zusammenfassungen die aktuellen Erkrankungen und Diagnosen, die aktuelle Medikation, die aktuellen Beschwerden, Allergie-Informationen, Impfstatus, etc. erwähnt.

Formular oder Schriftstück (papierbasiert oder digital), welches die Einwilligung oder Zustimmung des Patienten zu einer bestimmten Sache festhält. Das kann zum Beispiel die Nutzung von oder den Zugriff auf seine persönlichen Daten betreffen. Im Kontext des elektronischen Patientendossiers wird damit die Zustimmung zum Führen eines elektonischen Patientendossiers und die Ausgestaltung der Rechtematrix und Einstellungen des Berechtigungssystems abgedeckt.

Beim "Patient Empowerment“ handelt es sich um eine relativ neue Bewegung. Es zielt darauf ab, die Stellung der Patientinnen und Patienten durch Information, Mitwirkung und Mitentscheidung zu verbessern (siehe auch Befähigung).

Für die administrativen Prozesse rund um das elektronische Patientendossier müssen die Patienten-Administratoren einer Gemeinschaft Zugriff auf die demografischen Daten eines Patienten erhalten. Dies ist insbesondere für die richtige Identifikation des Patienten bei der Eröffnung des elektronischen Patientendossiers oder beim erstmaligen Kontakt des Patienten mit einer Gesundheitsorganisation von Bedeutung, um Patienten zu finden oder Verwechselungen zu vermeiden. (gemäss Empfehlungen V)

Diese Kategorie von Softwaresystemen befasst sich mit der Datenverarbeitung im Bereich der Intensivmedizin und hierbei insbesondere mit der Erfassung und Auswertung von Vitaldaten (Blutdruck, Puls, Sauerstoffsättigung, etc.).

(siehe elektronisches Patientendossier)

Bei der Patientenidentifikationsnummer handelt es sich um eine zufällig generierte Nummer als Identifikationsmerkmal der

Patientinnen und Patienten, welche im Rahmen des elektronischen Patientendossiers

vergeben und in der Identifikationsdatenbank (UPI Datenbank)

der ZAS (Zentrale Ausgleichstelle) gespeichert wird. Mit diesem zusätzlichen Identifikationsmerkmal

soll sichergestellt werden, dass bei einer Abfrage alle Daten und Dokumente, die zu einer bestimmten Person im elektronischen Patientendossier erfasst sind, korrekt und vollständig zusammengeführt und angezeigt werden (s. Art. 4 EPDG).

Der Patientenidentifikator ist ein zugewiesenes Merkmal oder Attribut zur eindeutigen Identifizierung eines Patienten. Es kann mehrere verschiedene Patientenidentifikatoren geben, zum Beispiel eine Nummer oder das Geburtsdatum sind solche Patientenidentifikatoren.

Verzeichnis der Patienten, auch in elektronischer Form; im Kontext des EPD und Master Patient Index siehe MPI.

Sie umfasst die Aufklärung über die Erkrankung und deren drohende Gefahren, über die vorgesehenen diagnostischen und therapeutischen Methoden, deren Nutzen und Risiken sowie mögliche alternative Behandlungswege.

siehe identifizierende Personenmerkmale oder Patientenidentifikator

siehe Daten, persönliche

Eine persönliche Gesundheitsakte (Personal Health Record PHR) ist eine Sammlung von gesundheitbezogenen Informationen, welche von der Person selber dokumentiert und unterhalten wird. Oft werden PHRs benutzt um gesundheitsrelevante Daten wie Fitness-Messwerte zu sammeln und zu verwalten. Es können aber auch krankheitsbezogene Informationen wie Schmerztagebuch oder Blutzucker-Messwerte in PHRs gesammelt werden. Das Schweizer elektronische Patientendossier (EPD) ist kein PHR im klassischen Sinne, da das EPD vor allem von den Gesundheitsfachpersonen mit Dokumenten befüllt und genutzt werden soll.

Ein PACS, auch Bildablage- und Kommunikationssystem genannt, ist in der Medizin ein Bildarchivierungs- und Kommunikationssystem auf der Basis digitaler Rechner und Netzwerke. PACS-Systeme erfassen digitale Bilddaten aller Modalitäten in der Radiologie und der Nuklearmedizin. Grundsätzlich kommen auch Bilder aus anderen bildgebenden Verfahren, etwa aus Endoskopie, Kardiologie, Pathologie und Mikrobiologie, für die PACS-Verarbeitung in Frage.

Planification informatisée des soins infirmiers requis (Kodierung von Pflegeinterventionen)

siehe Interoperabilität, politische

IHE XDS Attribut bzw. Metadatum für Beschreibung einer medizinischen Fachrichtung zuordnen. (IHE XDS - Cross Enterprise Document Sharing: Registration und Austausch von Dokumenten)

Ein Praxisinformationssystem ist ein Primärsystem, in dem die interne elektronische Krankengeschichte einer Arztpraxis geführt wird.

Als Primärsysteme werden die Praxis- und Klinikinformationssysteme bezeichnet, in denen die interne elektronische Krankengeschichte eines Spitals, einer Arztpraxis oder Apotheke oder Therapeuten geführt wird. Diese interne elektronische Krankengeschichte oder -Akte ist die primäre Basis für alle behandlungsrelevanten Entscheidungen. Im Gegensatz dazu wird das elektronische Patientendossier als 'Sekundärsystem' positioniert, welches lediglich als Quelle für weitere medizinische Daten dienen soll.

Projet de Recherche en Nursing (Leistungserfassung in der Pflege)

Das Protokoll zeichnet Informationen über die Person (oder das System) auf, die (oder das) auf die Daten zugreift und zwar sowohl den Zeitpunkt, als auch die Art des Zugriffs. Im System des elektronischen Patientendossiers wird jede Aktion aufgezeichnet.

Ein Protokoll hält oder legt fest, zu welchem Zeitpunkt (absolut) oder in welcher Reihenfolge (relativ) welche Entität (wer oder was)

welche Operation ausgeführt hat oder ausführen wird

Vorgang, welcher der administrativen Bewältigung zu erbringender oder erbrachter medizinischer Leistungen an einem Patienten dient (z.B. Patientenaufnahme, Kostengutsprache, Abrechnung, Prozesse mit Versichertenkarte).

Vorgang, welcher der Diagnose und Therapie eines erkrankten Patienten dient.

Mit Public Key Infrastruktur (PKI) bezeichnet man in der Kryptologie ein System, das digitale Zertifikate ausstellen, verteilen und prüfen kann. Die innerhalb einer PKI ausgestellten Zertifikate werden zur Absicherung rechnergestützter Kommunikation verwendet.

Auf partnerschaftlicher, langfristiger Zusammenarbeit öffentlicher und privater Akteure basierender Ansatz zur Effizienzsteigerung oder zur gemeinsamen Erfüllung komplexer öffentlicher Aufgaben mit echter Risikoaufteilung.

Ein Qualitätslabel macht eine Aussage über die Einhaltung bestimmter Gütekriterien.

Ein Sammelbegriff für unterschiedliche Ansätze und Massnahmen zur Sicherstellung festgelegter Qualitätsanforderungen.

Verbindliche Gütekriterien

Unter „Quantified Self“ versteht man eine neue Form der Messung von personenbezogenen Daten. Ein zentrales Ziel stellt dabei der Erkenntnisgewinn u.a. zu persönlichen, gesundheitlichen und sportlichen, aber auch gewohnheitsspezifischen Fragestellungen dar. Quantified Self heisst die Vermessung des Menschen mit Apps und Wearables.

Bund und Kantone haben am 6. September 2007 durch die Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung den Willen zur gemeinsamen Umsetzung der Strategieziele von eHealth festgehalten. Das Eidgenössische Departement des Innern (EDI) und die Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektoren (GDK) haben die „eHealth""-Rahmenvereinbarung am 27. Oktober 2011 um weitere vier Jahre bis Ende 2015 verlängert. Unter dem Bundesgesetz über das ePatientendossier dürfte sich die Rolle von „eHealth Suisse"" leicht verändern. Deshalb wurden vor dem Inkrafttreten nur dringend notwendige Anpassungen vorgenommen. Bei den Aufgaben des Koordinationsorgans ""eHealth Suisse"" wurden zwei weitere ins Pflichtenheft aufgenommen: Das zur Verfügung stellen von Hilfsmitteln für die Planung und Lancierung von regionalen Umsetzungen sowie die Lancierung von nationalen Projekten (z.B. „eImpfdossier""). Im Februar 2014 wurde die Rahmenvereinbarung um eine Regelung zwischen dem EDI und der GDK in Bezug auf das Vertragswesen und die Haftung ergänzt.

Resident Assessment Instrument - Homecare Schweiz (Kodierung von umfassenden mehrdimensionalen Abklärungen)

Kombination von Zugriffsstufe der anfragenden Gesundheitsfachperson und der Vertraulichkeitsstufe der im elektronischen Patientendossier (EPD) erfassten Dokumente. Die vom Patienten gewählten Zugriffsregeln werden in Form einer Rechtematrix aus der Kombination von berechtigter Person mit zugeteilter Zugriffsstufe und Vertraulichkeitsstufen der EPD-Inhalte festgehalten. Für die Entscheidung, ob ein Zugriff auf ein Dokument erteilt oder verweigert wird, müssen diese Regeln ausgewertet werden. Die berechtigten Personen (Gesundheitsfachpersonen und Patienten) haben Zugriff aufs EPD, wenn die erforderlichen Bedingungen erfüllt sind. Die Rechtematrix kann jederzeit vom Patienten angepasst werden.

Juristisch-organisatorische Ausprägung bzw. Institutionalisierungsform. Sie definiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen inkl. Kompetenzen der betreffenden Organisation / Institution.

Im Kontext des elektronischen Patientendossiers (EPD) sind damit verschiedene Verzeichnisse gemeint, die notwendig sind für das Zusammenspiel der Gemeinschaften. Diese werden auch 'Zentrale Abfragedienste genannt'. Diese setzen sich zusammen aus 'Verzeichnis der zertifizierten Gemeinschaften, Verzeichnis der registrierten Gesundheitsfachpersonen und Gesundheitseinrichtungen, Verzeichnis der Zugriffsstufen und Verzeichnis der EPD-Dokumenten-Metadaten.

Eine Referenzterminologie bezeichnet eine Terminologie, die verwendet werden kann um verschiedene andere Terminologien oder Klassifikationen miteinander in Beziehung zu setzen. So kann z.B. die grosse Terminologie SNOMED CT als Referenzterminologie benutzt werden, um verschiedene semantische Standards aus der Pflege aufeinander abzugleichen.

Die Registerharmonisierung hat zum Ziel, die Einwohnerregister in den Kantonen und Gemeinden sowie die grossen Personenregister des Bundes im Zivilstands-, Ausländer- und Flüchtlingsbereich zu harmonisieren. Diesem Zweck dient das am 1. Januar 2008 in Kraft getretene Registerharmonisierungsgesetz (Bundesgesetz vom 23. Juni 2006 über die Harmonisierung der Einwohnerregister und anderer amtlicher Personenregister (Registerharmonisierungsgesetz, RHG / SR 431.02).

siehe Dokumentenregister

siehe Dokumentenablage

Eine Benutzerrolle (oder kurz Rolle) definiert Aufgaben, Eigenschaften und vor allem Rechte eines Benutzers in einer Software bzw. in einem Betriebssystem. Mit den Empfehlungen V ersetzen die Zugriffsstufen die Rollen.

siehe Rollenkonzept (mit den Empfehlungen V ersetzen die Zugriffsstufen die Rollen)

Mit dem Rollenkonzept soll der Zugang zu Informationen auf den für die Behandlung erforderlichen zeitlichen und inhaltlichen Umfang eingeschränkt werden können. (S. 14 Empfehlungen II). Mit den Empfehlungen V ersetzen die Zugriffsstufen die Rollen.

Schematron ist eine Schemasprache zur Validierung von Inhalt und Struktur von XML-Dokumenten. Die Implementierung der Sprache ist über XSL-Transformationen realisiert, bedarf also keiner speziellen Implementierung, wie es bei den meisten anderen Dokumentstruktur-Definitionssprachen der Fall ist. Im Kontext des elektronischen Patientendossiers (EPD) werden sie vor allem bei den EPD-Austauschformaten benutzt.

Mit 'Secondary Use' ist die Nutzung von Daten und Dokumenten ausserhalb des primären Nutzungszweckes gemeint. Im Kontext des elektronischen Patientendossiers (EPD) könnte dies die Nutzung der medizinischen Informationen für Forschungszwecke bedeuten. Dabei müssen selbstverständlich alle Datenschutz relevanten Bestimmungen und Anforderungen erfüllt werden.

Secure Messaging (zu dt. „Sicheres Mailen“) bezeichnet ein serverbasiertes sicheres E-Mail-System.

Im Kontext der eHealth Suisse-Architektur ist das elektronische Patientendossier darunter zu verstehen. Im Gegensatz dazu wird mit Primärspeicher die Speicherung der Daten und Dokumente im Primärsystem (z.B. Klinik- oder Praxis-Informationssystem)

Das System des elektonischen Patientendossiers (EPD) dient einerseits dem Patienten als Sammlung seiner wichtigsten medizinischen Daten, auf die er jederzeit Zugriff hat. Andererseits verbessert das EPD den Informationsaustausch zwischen den Gesundheitsfachpersonen. Das EPD ist kein Primärsystem des Behandelnden (zum Beispiel Klinik-Informationssystem oder Arztpraxis-Informationssystem), in dem das interne medizinisches Handeln dokumentiert wird. Das EPD ist ein Sekundärsystem, in dem jene Informationen abgelegt sind, die für die Weiterbehandlung bei anderen Gesundheitsfachpersonen relevant sind.

Semantik ist die Lehre von der Wortbedeutung. Es handelt sich dabei um den Sinn und Inhalt einer Information. Übertragen auf die Informatik bedeutet dies, dass der semantische Aspekt einer Information von Zeichen und deren Anordnung abhängt. Bei einem Programm werden die Bedeutungsinhalte durch Programmzeilen dargestellt. Da Computer keine Interpretationsmöglichkeiten haben, müssen die Programmzeilen aus einer exakten Syntax und einer eindeutigen Semantik bestehen. Zu diesem Zweck werden die semantischen Sprachelemente durch Zeichen, Ziffern und Befehle dargestellt. (siehe auch semantische Interoperabilität)

Die Fähigkeit, Bedeutungen einzelner Informationen übertragen zu können. Es müssen präzise Absprachen getroffen werden, wie diese Bedeutungen auszudrücken und zu interpretieren sind (siehe auch Interoperabilität).

Ein Shared Service ist eine elektronisch erbrachte Dienstleistung, welche bewusst so gestaltet ist, dass unterschiedliche Organisationen sie zur Unterstützung ihrer Prozesse nutzen können.

siehe Datenhaltung, dezentrale

Die digitale Signatur ist eine an Dateneinheiten angehängte Datei oder kryptographische Transformation, die es dem Empfänger ermöglicht, die Authentizität (sichere Zuordnung zum Sender) und die Integrität (Unverändertheit und Korrektheit) der Dateneinheit festzustellen, und die Daten gegen Fälschen zu sichern.

Systematized Nomenclature of Medicine - Clinical Terms: Terminologiesystem für die Kodierung von medizinischen Begriffen mithilfe mehrerer semantischer Achsen. SNOMED CT ist die grösste medizinische Terminologie, welche auch als Referenzterminologie benutzt werden kann.

Eine Softwarearchitektur ist eine der Architekturtypen in der Informatik und beschreibt die grundlegenden Komponenten und deren Zusammenspiel innerhalb eines Softwaresystems.

Die ehemalige, 11-stellige AHV-Nummer wurde per 1. Juli 2008 aus technischen und datenschutzrechtlichen Gründen durch eine

nichtsprechende 13-stellige AHV-Nummer abgelöst.

Bei der Stammgemeinschaft handelt es sich analog zur Gemeinschaft um einen Zusammenschluss von Gesundheitsfachpersonen und deren Einrichtungen. Im Gegensatz zu einer "normalen" Gemeinschaft bietet es den Patientinnen und Patienten zusätzlich zu den allgemeinen Aufgaben weitere Dienste an, speziell die Eröffnung eines elektronischen Patientendossiers, jedoch auch sämtliche mit dem Unterhalt des Dossiers verbundene administrative Aufgaben, etwa die Aufbewahrung der schriftlichen Einverständniserklärung oder die Verwaltung der Zugriffsberechtigungen.

Mit Standardisierung sind Absprachen zwischen verschiedenen Akteuren in einem System gemeint, die helfen sollen, die Interoperabilität von Daten und Informationen sicherzustellen. Sie legen eine gemeinsame Sprache für die organisationsübergreifende Zusammenarbeit fest und ermöglichen so die technische, semantische und syntaktische Interoperabilität.

Bei der Stellvertretung eines Patienten wegen Urteilsunfähigkeit oder Unmündigkeit gelten die üblichen zivilrechtlichen Regeln.

siehe Daten, stigmatisierende

siehe Daten, stigmatisierende

Der Bundesrat hat am 27. Juni 2007 die Strategie ""eHealth"" Schweiz gut geheissen. ""eHealth"" soll der Bevölkerung den Zugang zu einem effizienten, sicheren sowie kostengünstigen Gesundheitswesen gewährleisten. Formell läuft die aktuelle Strategie im Jahr 2015 aus. Der Bundesrat hat aber das EDI (Eidgenössische Departament des Inneren) ermächtigt, die Strategie bis zum Inkrafttreten des EPDG (Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier) zu verlängern. Sofern Bund und Kantone eine Nachfolgestrategie beschliessen, müsste diese ab zirka 2017/2018 vorliegen.

SHQA ist eine Selbstregulierungsorganisation der Pharmabranche, die verlässliche Orientierungshilfen bei der Beschaffung von Gesundheitsinformationen auf dem Internet zur Verfügung stellt. Dazu wurde das shqa-Vertrauenssiegel 'Internet für Pharmafirmen' geschaffen, das die Vertrauenswürdigkeit und die Sicherheit von Online-Informationen bescheinigt.

Verzeichnis von Arzneimitteln und Leistungserbringern im schweizerischen Gesundheitswesen

siehe Interoperabilität, syntaktische

In der Schweiz existieren staatlich erlassene und unter den Tarifpartnern (Leistungserbringer, Versicherer) ausgehandelte Tarife bzw. Tarifverträge zwecks Abgeltung erbrachter medizinischer Leistungen.

siehe Interoperabilität, technische

Unter Telekonsultation wird eine Konsultation bezeichnet, die virtuell unter Zuhilfenahme von Telekommunikationsmittel ermöglicht wird. Beispiele dafür sind Beurteilungen von Behandelnden, ohne dass der Patient direkt vor Ort ist, z.B. Beurteilung einer Wunde mittels eines versendeten digitalen Fotos.

Die Telemedizin ist ein Teilbereich von eHealth. Das Hauptaugenmerk der Telemedizin liegt auf der Interaktion zwischen Patienten und Arzt (Telekonsultation) oder unter Ärzten (Telekonsil) im Zusammenhang mit medizinischer Diagnostik oder Behandlung, wobei sich die Beteiligten nicht in unmittelbar physischem Kontakt miteinander befinden.

Als Terminologie wird die Gesamtheit aller Terme oder Termini, also die Begriffe, Bezeichnungen (Benennungen), Fachwörter (lateinisch: Terminus technicus) usw. einer Fachsprache bezeichnet. Eine medizinische Terminologie bezeichnet in diesem Sinne medizinische Begriffe, auf die sich Fachleute zwecks Verständigung geeinigt haben.

Tumor, Nodes, Metastasis (Klassifikation zur Stadieneinteilung von malignen Tumoren)

Unified Code for Units of Measure / Système international d’unités (Kodierung von physikalischen Messgrössen)

siehe Anwendungsfall

Ein Valueset stellt eine definierte Liste von Begriffen oder Daten dar, die zwecks technischer oder semantischer Interoperabilität unter den beteiigten Akteuren verteilt wird. Ein Beispiel ist die zugelassene Liste von Dokumententypen, die im ePateintendossier-System erlaubt sind.

Verordnungen sind untergeordnetes Recht setzende Erlasse, die nicht dem Referendum unterstehen. Sie bedürfen einer Grundlage

in einem Gesetz oder direkt in der Verfassung. Verordnungen werden in der Regel vom Bundesrat, von einem Departement oder

von einer untergeordneten Verwaltungseinheit erlassen. Vereinzelt gibt es auch Verordnungen des Parlaments

Verschlüsselung nennt man den Vorgang, bei dem in digitaler Form vorliegende Information mit Hilfe eines Verschlüsselungsverfahrens in eine "unleserliche", d.h. nicht einfach interpretierbare Zeichenfolge umgewandelt wird. Als wichtige Parameter der Verschlüsselung werden hierbei ein oder auch mehrere Schlüssel verwendet. Das wissenschaftliche Forschungsgebiet, das sich mit dem Verschlüsselungsthema beschäftigt, ist die Kryptografie.

Auf der Versichertenkarte sind administrative Daten elektronisch gespeichert. Die Leistungserbringer können damit zum Beispiel Informationen für die Abrechnung übernehmen. Neben administrativen Daten sollen auch gewisse medizinisch relevante Daten (zum Beispiel Blutgruppe, Allergien, Aufbewahrungsort einer Patientenverfügung) vom Patienten abgespeichert werden können. Diese Funktion ist nicht Teil des elektronischen Patientendossiers im Sinne des Bundesgesetzes über das elektronischen Patientendossier.

Ein Vertrauensarzt einer Krankenversicherung nach KVG hat die Aufgabe bestimmte Abrechnungen der Leistungserbringer nach Plausibilität zu prüfen. Er ist keine Gesundheitsfachperson im Sinne des EPDG (Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier) . Er ist nicht an der Behandlung des Patienten direkt beteiligt und kann sich deshalb auch keiner zertifizierten Gemeinschaft oder Stammgemeinschaft anschliessen. Der Prozess zur Anforderung der Unterlagen durch den Vertrauensarzt ist im KVG geregelt und ist nicht mit der Verfügbarkeit eines elektronischen Patientendossiers verknüpft.

Die Patientin oder der Patient kann die medizinischen Daten des EPD einer von drei Vertraulichkeitsstufen zuordnen. Je vertraulicher ein Dokument ist, desto weniger Leute können es einsehen. Es gibt folgende drei Stufen: Die drei Vertraulichkeitsstufen sind: normal zugängliche Daten, eingeschränkt zugängliche Daten sowie geheime Daten. Neu eingestellte Daten werden automatisch der Stufe „normal zugänglich“ zugeordnet.

Verordnung über die Versichertenkarte für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (SR 832.105)

Mit 'Wearable' sind elektronische Geräte gemeint, die meist direkten Kontakt zur tragenden Person haben, z.B. Messung der Herzfrequenz durch ein Unterhemd oder Aktvitätsmesser im Schuh.

World Health Organisation

WHO Adverse ReactionTerminology (Kodierung von unerwünschten Arzneimittelwirkungen gemäss der WHO)

siehe Abfragedienste, zentrale

Die Zentrale Ausgleichsstelle (ZAS) ist das zentrale Vollzugsorgan des Bundes im Bereich der 1. Säule der Sozialversicherungen (AHV/IV/EO). Sie vergibt auch die Patientenidentifikationsnummer für das elektronische Patientendossier.

Bundesgesetz vom 19. Dezember 2003 über Zertifizierungsdienste im Bereich der elektronischen Signatur (Bundesgesetz über die elektronische Signatur, ZertES) (SR 943.03)

Die Zertifizierung nach EPDG (Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier) stellt sicher, dass die verbindlich festgelegten technischen und organisatorischen Voraussetzungen für die Bereitstellung und den Abruf von behandlungsrelevanten Patientendaten im elektronischen Patientendossier (EPD) eingehalten werden. Laut EPDG müssen alle (Stamm-)Gemeinschaften und externe Zugangsportale eine erfolgreiche Zertifizierung nachweisen um am EPD-System teilzunehmen.

Das Zertifizierungsverfahren definiert den Prozess der Zertifizierung, insbesondere den Ablauf und Verantwortlichkeiten während der Zertifizierung. Siehe auch Zertifizierung.

Internetportal, das Patientinnen und Patienten einen von Ort und Zeit unabhängigen und sicheren Zugriff auf die eigenen Daten ermöglicht. Das Zugangsportal wird von der Stammgemeinschaft des Patienten bereitgestellt. Darüber hinaus kann der Patient über sein Zugangsportal die Zugriffsrechte auf sein elektronisches Patientendossier verwalten.

Mit Zugangspunkt sind im ePatientendossier-System die technischen Komponenten gemeint, die die Verbindung einer (Stamm-)Gemeinschaft oder externem Zugangsportal mit der "Aussenwelt" herstellt. Das kann die Kommunikation mit anderen (Stamm-)Gemeinschaften oder mit den zentralen Abfragediensten betreffen. In einem logischen Zugangspunkt können mehrere technische 'Gateways' zusammengefasst sein.

Instrument zur Authentisierung eines Akteurs im elektronischen Kontext. Die Versichertenkarte könnte diese Funktion in Zukunft für den Bürger ausüben sowie die Health Professional Card für den Behandelnden.

Mit Zugriffsberechtigung ist die Berechtigung des anfragenden Benutzers auf die Einsicht von Dokumenten im ePatientendossier (EPD) gemeint. Im EPD-System muss der Patient immer explizit und eindeutig einer Gesundheitsfachperson das Recht auf Einsicht geben. Für den konkreten Zugriff müssen sowohl die Zugriffsstufe für die Gesundheitsfachperson und die entsprechende Vertraulichkeitsstufe der angeforderten Dokumente passen.

Zeichnet sämtliche Zugriffe der Behandelnden auf das elektronische Patientendossier in einer Logdatei auf. siehe auch Protokoll

Der Patient kann einer Gesundheitsfachperson unterschiedliche Zugriffsrechte im EPD zuweisen. Es besteht einerseits die Möglichkeit, das Zugriffsrecht auf die Vertraulichkeitsstufe «normal zugänglich» zu erteilen, womit nur Zugriff auf die normal zugänglichen Daten ermöglicht wird. Andererseits kann auch das Zugriffsrecht auf die beiden Vertraulichkeitsstufen «normal zugänglich» und «eingeschränkt zugänglich» erteilt werden, was einem erweiterten Zugriff entspricht. Auf die Vertraulichkeitsstufe «geheim» hat ausschliesslich der Patient oder die Patientin Zugriff.

Die Zugriffssteuerung wird verwendet, um Benutzern Funktionen bzw. Befugnisse zuzuweisen. Die Zugriffsteuerung wird über die verschiedenen Zugriffsstufen geregelt, welche Aufgaben, Eigenschaften und vor allem Rechte eines Benutzers in einer Software definiert.

Letzte Änderung 20.09.2017