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63. Newsletter eHealth Suisse

Die 63. Ausgabe des eHealth Suisse Newsletters ist erschienen.

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Der Programmausschuss von Bund und Kantonen hat an seiner Sitzung von Anfang März 2020 zur Kenntnis genommen, dass an der Einführung des Elektronischen Patientendossiers (EPD) intensiv gearbeitet wird und in allen Regionen der Schweiz der Prozess zur Zertifizierung von Stammgemeinschaften läuft. Geklärt wurde auch die Frage, ob einzelne Stammgemeinschaften bereits vor der formellen Zertifizierung einen beschränkten Pilotbetrieb aufnehmen können. Aufgrund der strengen Rechtsvorgaben ist ein Pilotbetrieb mit medizinischen Daten von Patientinnen und Patienten unter Einbezug der zentralen Dienste des Bundes erst nach Ausstellung des Zertifikates durch eine anerkannte Zertifizierungsstelle möglich. Der Programmausschuss hat aber ein Interesse, dass die Betreiber der EPD-Infrastrukturen die im rechtlichen Rahmen erlaubten Abläufe frühzeitig untereinander testen, und prüft weitere Optionen.

weiterzu Meldung: Zertifizierung der EPD-Stammgemeinschaften läuft in allen Regionen

Das Team von eHealth Suisse steht Ihnen – von Zuhause aus – weiterhin zu Bürozeiten für Fragen und Anliegen zur Verfügung. Geplante Veranstaltungen werden digital abgehalten oder abgesagt; neue Veranstaltungen werden bis auf Weiteres keine angeboten. Die Zertifizierungsarbeiten rund um die EPD-Einführung werden nach Angaben der Stammgemeinschaften im Rahmen der Möglichkeiten weitergeführt. Der Programmausschuss von Bund und Kantonen setzt sich laufend mit den konkreten Auswirkungen auseinander und informiert via eHealth Suisse über allfällige Massnahmen. Bei allen Tätigkeiten gilt: Die vom Bundesrat verordneten und empfohlenen Schutzmassnahmen haben oberste Priorität.

weiterzu Meldung: Coronavirus: Auswirkungen auf die EPD-Einführung und eHealth Suisse

Die Arbeitsgruppe eMedikation von eHealth Suisse hat 2019 die Architektur für die eMedikation im EPD erarbeitet. Nun liegt das Ergebnis im Schlussbericht vor (auf Englisch, deutsche und französische Zusammenfassungen folgen): Die Daten zur eMedikation sollen für jeden Patienten in seiner eigenen Stammgemeinschaft gespeichert werden – im Unterschied zu den EPD-Dokumenten, welche von den Leistungserbringern dezentral in deren jeweiligen (Stamm-)Gemeinschaften gespeichert werden. Ebenfalls in der Verantwortung der Stammgemeinschaft des Patienten ist der Betrieb eines sogenannten eMedication-Services, unter anderem für die Aktualisierung der Medikationsübersicht.

weiterzu Meldung: Nationale Architektur für die eMedikation

Die jährlich bei den Gesundheitsfachpersonen und bei der Bevölkerung durchgeführten eHealth Barometer-Umfragen zeigen den Stand rund um das Thema eHealth und elektronisches Patientendossier. Im Vergleich zu den Vorjahren hat die Zurückhaltung gegenüber der elektronischen Speicherung von Gesundheitsdaten erstmals in der Bevölkerung zugenommen. Das wirkt sich auch auf das EPD aus: So würde immer noch eine relative Mehrheit ein EPD eröffnen. Der Anteil der Personen, die in Bezug auf die Eröffnung unsicher sind, ist jedoch seit letztem Jahr von 9 % auf 37 % angestiegen. Auch auf Seiten der Gesundheitsfachpersonen wird das EPD von der Mehrheit als grundsätzlich gute Sache wahrgenommen, am meisten von den Spitälern.

weiterzu Meldung: eHealth Barometer 2020: Grundhaltung bleibt positiv, Zurückhaltung steigt

Weil das EPD dezentral eingeführt wird, müssen die Kommunikationsaktivitäten auf nationaler und kantonaler Ebene eng koordiniert werden. Deshalb hat eine Arbeitsgruppe unter Leitung von eHealth Suisse zusammen mit dem BAG, der GDK sowie Vertretern von Kantonen und Stammgemeinschaften eine Umsetzungshilfe für die Regelung der Zuständigkeiten in der Kommunikation erarbeitet. Anhand von Fallbeispielen wurden die Rollen sowie die Aufgaben, Kompetenzen und Verantwortlichkeiten der an der Einführung beteiligten Akteuren geprüft und konkretisiert. Die vorliegende Regelung bezieht sich auf die Frage «Wer kommuniziert?» und betrifft die Akteure Bund, Kantone, eHealth Suisse und (Stamm-)Gemeinschaften. Für andere Organisationen, die zum EPD kommunizieren, dienen diese Regelungen als Orientierung.

weiterzu Meldung: Neue Umsetzungshilfe: Wer kommuniziert zur EPD-Einführung?

Das erste elektronische Patientendossier (EPD) wird erst im Sommer und nicht schon im Frühling angeboten werden können. Grund ist die Zertifizierung der Stammgemeinschaften, der zukünftigen Anbieter des EPD, die mehr Zeit in Anspruch nimmt, als geplant. Bis zum vorgesehenen Einführungstermin vom 15. April 2020 dürfte mindestens eine der acht Stammgemeinschaften die Zertifizierung abgeschlossen haben und im Sommer den Betrieb aufnehmen können. Die anderen Stammgemeinschaften folgen bis im Herbst.

weiterzu Meldung: EPD-Einführung: Zertifizierung erfordert mehr Zeit

Vom 21. bis 25. September 2020 findet der vierte EPD-Projectathon im Eventforum in Bern statt. Neu können dieses Jahr auch FHIR-basierte IHE-Profile getestet werden, insbesondere die Profile Mobile Access to Health Documents (MHD), Patient Identifier Cross-Reference for Mobile (PIXm), Internet User Authorization (IUA) und Patient Master Identity Registry (PMIR). Zusätzlich können am EPD-Projectathon 2020 alle eMedikations-Austauschformate in der FHIR-Version getestet werden. Diese sollen nach erfolgreichem Testen Eingang in die rechtlichen Grundlagen des EPD finden. Angesprochen sind neben Anbietern von eHealth-Lösungen für EPD-Gemeinschaften vor allem die Hersteller von Primärsystemen wie zum Beispiel KIS oder PIS. Anfang Mai wird das genaue Testprogramm für den Projectathon 2020 bekanntgegeben; Anmeldungen sind ab dem 1. Juni möglich. Für den IHE-Connectathon Ende März in Brüssel werden Nachmeldungen diese Woche noch akzeptiert.

weiterzu Meldung: Der EPD-Projectathon im September 2020 ist on FHIR

Auf den Einführungszeitpunkt hin mehren sich die Mutmassungen, was vom EPD zu erwarten ist. Wird es ein PDF-Friedhof mit unüberschaubar vielen Dokumenten? Oder ist im Gegenteil ein fast leeres und unvollständiges Dossier zu erwarten? Zu den Erwartungen an das EPD in der Startkonfiguration hat eHealth Suisse zwei Fragen im Fragekatalog ergänzt (Abschnitt «Inhalte EPD», Stichworte «pdf» und «unvollständig»). Und festgehalten: Die EPD-Einführung 2020 ist erst der Startschuss, die Inhalte werden schrittweise befüllt und strukturiert. Verglichen mit der heutigen Situation – begrenzte Koordination zwischen den Behandelnden; kein Zugang der Patientinnen und Patienten zu ihren eigenen Dokumenten – ist das EPD in der Startkonfiguration auf alle Fälle ein grosser Fortschritt.

weiterzu Meldung: «Wird das EPD zum PDF-Datenfriedhof?» und andere Fragen

Im Bericht «eAllergien und Intoleranzen» vom Dezember 2019 formuliert die IPAG EPD inhalt-liche Empfehlungen für die Ausarbeitung eines Austauschformates zu Allergien und Intoleranzen. Da Allergien und Intoleranzen wesentliche Gesundheitsinformationen sind, die im Gesundheitssystem häufig erhoben und verwendet werden, sollen die behandlungsrelevanten Daten in einem Austauschformat beschrieben werden. Damit können die Dateninhalte vielfältig wiederverwendet und der intra- und interprofessionelle Informations- und Kommunikationsaustausch gefördert werden. Eine Arbeitsgruppe von eHealth Suisse, in der die IPAG vertreten ist, setzt sich nun vertieft mit dem Bericht auseinander.

weiterzu Meldung: Empfehlungen der interprofessionellen IPAG zu «eAllergien und Intoleranzen»

Letzte Änderung 26.09.2019