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55. Newsletter eHealth Suisse

Die 55. Ausgabe des eHealth Suisse Newsletters ist erschienen.

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Der Steuerungsausschuss von eHealth Suisse (Bund/Kantone) hat sich an seiner Sitzung vom März 2019 über den aktuellen Stand bei der Einführung des elektronischen Patientendossiers (EPD) informieren lassen. Er ist sich der Herausforderungen bewusst, stellt den Einführungstermin von Mitte April 2020 aber nicht in Frage. Er ruft alle direkt beteiligten Akteure auf, ihre Arbeiten intensiv voranzutreiben. Der aktualisierte Einführungsplan von eHealth Suisse und des BAG dokumentiert den Stand der Arbeiten aller Akteure bei der EPD-Einführung. Damit die Stammgemeinschaften so rasch als möglich mit der Zertifizierung beginnen können, muss transparent gemacht werden, welche Zertifizierungsstellen bis wann akkreditiert resp. zertifiziert werden. Zudem müssen die technischen Spezifikationen des EPDG bis Mitte 2019 finalisiert werden. Stammgemeinschaften sind aufgefordert, sich genügend Ressourcen und Expertise für den Aufbau zu organisieren. Spitäler schliesslich dürfen die organisatorische Dimension der EPD-Einführung nicht vernachlässigen.

weiterzu Meldung: Einführung elektronisches Patientendossier: Es bleibt einiges zu tun

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) sieht vor, die rechtlichen Vorgaben zum elektronischen Patientendossier (EPD) auf Mitte 2019 in den Anhängen zur Departementsverordnung (EPDV-EDI) in einigen Punkten anzupassen. Ein erster Teil der geplanten Anpassungen von Anhang 2 der EPDV-EDI wurden bereits Ende Januar 2019 publiziert, nun liegen auch die vorgesehenen Änderungen der Ziffer 2.9 vor. Dabei geht es um die Normen, Standards und Integrationsprofile für die Verwaltung und Übertragung der Daten des elektronischen Patientendossiers, welche im Rahmen der technischen Konformitätsprüfung der Zertifizierung überprüft werden. Konkret abgebildet sind diese Anpassungen der technischen Spezifikationen in den Ergänzungen 1 und 2 zu Anhang 5 der EPDV-EDI.

weiterzu Meldung: Vorgaben für die Verwaltung und die Übertragung der Daten des EPD angepasst

Die koordinierte Test-Validierungsrunde im Februar 2019 zu den EPD-Komponenten, welche die Kommunikation innerhalb oder zwischen Gemeinschaften betreffen, wurde erfolgreich abgeschlossen. Dank dieses orchestrierten Efforts konnte der Reifegrad von vier EPD-Profilen heraufgesetzt werden, nämlich CH:XCPD, CH:XUA, CH:ADR und CH:PPQ. Diese Profile decken Aspekte der gemeinschaftsübergreifenden Patientensuche und der komplexen Benutzerberechtigung ab. Die letzte Validierungswelle für die EPD-Spezifikationen geschieht am EPD-Projectathon am IHE-Connectathon in Rennes (8.-12. April 2019), wofür sich zehn Schweizer Firmen mit insgesamt elf Systemen angemeldet haben. Danach wird das Bundesamt für Gesundheit (BAG) die Arbeiten an den Spezifikationen abschliessen und die Departements-Verordnung zum Elektronischen Patientendossier (EPDV-EDI) bis Mitte Jahr revidieren.

weiterzu Meldung: EPD-Testanstrengungen: Auf der Zielgeraden

Der Bundesrat möchte überkantonal tätige Stammgemeinschaften ermöglichen und damit die flächendeckende Einführung des elektronischen Patientendossiers vereinfachen. Er hat an seiner Sitzung vom 8. März 2019 die Verordnung über die Finanzhilfen für das elektronische Patientendossier entsprechend angepasst. Neu sollen Stammgemeinschaften mehr Mittel erhalten, wenn sich ihr Einzugsgebiet vergrössert.

weiterzu Meldung: Elektronisches Patientendossier: Bundesrat ermöglicht grössere Anbieter

Wenn jemand sein EPD nicht selber verwalten kann oder will, kann diese Aufgabe an eine Stellvertreterin oder an einen Stellvertreter übertragen. Das Ausführungsrecht zum Bundesgesetz über das Elektronische Patientendossier EPDG macht jedoch nur wenige Aussagen dazu, wer und in welchen Fällen eine Stellvertretung übernehmen kann. Es wird jeweils auf die zivilrechtlichen Bestimmungen verwiesen. Für mehr Klarheit, wie diese Bestimmungen im Fall des EPD auszulegen sind, hat eHealth Suisse auf mehrfachen Wunsch hin, die Umsetzungshilfe «Stellvertretungen im EPD» erarbeitet. Sie enthält Richtlinien für die Praxis – beispielsweise was die altersmässige Kategorisierung für Kinder und Jugendliche angeht –, Entscheidbäume zum Vorgehen für alle Altersgruppen, Formular-Vorlagen und Hintergrundinformationen. Ein Factsheet gibt die wichtigsten Punkte der Umsetzungshilfe wieder.

weiterzu Meldung: Stellvertretungen im EPD: Neue Umsetzungshilfe und Factsheet

Das Faktenblatt zeigt auf, welche Nummern beziehungsweise Identifikatoren es für die Bearbeitung der Daten im elektronischen Patientendossier (EPD) braucht, und wer welche Nummer oder welchen Identifikator unter welchen Voraussetzungen verwenden darf.

weiterzu Meldung: Neues Faktenblatt : «Identifikatoren und Nummern im Kontext des EPD»

Das EPD ermöglicht den Gesundheitsfachpersonen künftig schweizweit einen erleichterten und effizienteren Austausch von behandlungsrelevanten Informationen eines Patienten. Neben dieser «ungerichteten Kommunikation» haben Gesundheitsfachpersonen jedoch auch den Bedarf, mit dem Einverständnis der Patienten Dokumente direkt mit anderen Behandelnden digital auszutauschen. Dieser Teil der Kommunikation ist nicht durch das EPD geregelt und wird über sogenannte «EPD-nahen Anwendungen» oder «EPD-Zusatzdiensten» abgedeckt. Auch hier ist darauf zu achten, dass die Vernetzung und Interoperabilität gemeinschaftsübergreifend gewährleistet ist. Eine Arbeitsgruppe von eHealth Suisse mit allen relevanten Akteuren befasst sich seit 2017 mit dem Thema der interoperablen Zusatzdienste. Es ist vorgesehen, dass erste nationale Empfehlungen im Verlauf des Jahres 2019 angehört und verabschiedet werden. eHealth Suisse hat die wichtigsten Fakten zum Thema in einem Factsheet zusammengestellt.

weiterzu Meldung: Neues Faktenblatt zur Interoperabilität von EPD-nahen Anwendungen

In Zusammenarbeit mit dem Koordinierten Sanitätsdienst KSD, den Spitälern der Schweiz H+, dem Bundesamt für Gesundheit BAG, und der Melde- und Analysestelle Informationssicherung MELANI tauscht sich eHealth Suisse regelmässig über das Thema Cybersicherheit im Gesundheitswesen aus. Daraus ist unter dem Titel «Ein digitaler Albtraum» ein Kurzfilm entstanden, der zum Ziel hat, das Gesundheitspersonal auf die Gefahr im Umgang mit elektronischen Medien zu sensibilisieren.

weiterzu Meldung: Damit der digitale Albtraum ausbleibt

Eine wachsende Mehrheit von 78 Prozent finden die Einführung des elektronischen Patientendossiers eine gute Sache. Dies geht aus der eHealth Barometer Befragung 2019 hervor. Die befragten Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sehen dabei den grössten Nutzen in der Verfügbarkeit der wichtigsten Informationen im Notfall. Datenschutzbedenken stehen beim EPD für die Bevölkerung nicht im Vordergrund. Erstmals unterstützt eine Mehrheit unter allen befragten Berufsgruppen das EPD und finden es hilfreich für den Fortschritt in der koordinierten Versorgung. Die Resultate des eHealth Barometers wurden wie jedes Jahr im Rahmen der InfoSocietyDays vorgestellt.

weiterzu Meldung: Mehrheit der Bevölkerung steht dem EPD positiv gegenüber

Letzte Änderung 05.01.2018