Koordinationsorgan Bund-Kantone

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Das elektronische Patientendossier

Jede Person in der Schweiz soll in Zukunft die Möglichkeit erhalten, ihre medizinischen Daten über ein elektronisches Patientendossier medizinischen Fachpersonen zugänglich zu machen. Die Daten stehen so zu jeder Zeit und überall zur Verfügung. Damit können die Patientinnen und Patienten in besserer Qualität, sicherer und effizienter behandelt werden. Mit dem Ja des Parlaments zum neuen Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier liegt nun die gesetzliche Grundlage auf Bundesebene vor.

Das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier

Mit seiner Strategie Gesundheit2020 will der Bundesrat die Versorgungsqualität im Gesundheitsbereich erhöhen. Ein wesentliches Element der Strategie ist die Förderung elektronischer Gesundheitsdienste („eHealth“) und insbesondere des elektronischen Patientendossiers. Das Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier (EPDG) legt die rechtlichen Voraussetzungen fest, unter denen die im elektronischen Patientendossier enthaltenen medizinischen Daten bearbeitet werden können. Damit wird eine zentrale Voraussetzung für die erfolgreiche Umsetzung der „Strategie eHealth Schweiz“ erfüllt und eine wichtige Massnahme für die Weiterentwicklung des Schweizer Gesundheitssystems umgesetzt.
Der Bundesrat hatte im Mai 2013 den Gesetzesentwurf über das elektronische Patientendossier (EPDG) verabschiedet und an das Parlament überwiesen. Im Juni 2015 stimmten nun nach längerer parlamentarischer Debatte beide Räte der Vorlage deutlich für die Annahme der Vorlages Gesetzesentwurfs zu. Bis am Schluss war umstritten, ob alle Behandelnden ein elektronisches Patientendossier anbieten müssen. Gemäss dem Beschluss sind die Spitäler verpflichtet, nach einer Übergangsfrist von drei Jahren am System teilzunehmen, die Pflegeheime nach fünf Jahren. Für alle Behandelnden im ambulanten Bereich bleibt die Teilnahme freiwillig. In jedem Fall entscheiden die Patientinnen und Patienten, ob sie für sich ein elektronisches Patientendossier eröffnen wollen.

Patientenseitige Daten im Elektronischen Patientendossier

Die Patientinnen und Patienten werden in ihrem elektronischen Dossier auch eigene Daten erfassen können. Dies ist im EPDG so vorgesehen. "eHealth Suisse" hat deshalb einen Bericht in Auftrag gegeben, um die Umsetzung dieser Anforderung abzuklären. In ihrem Bericht hält die HINT AG fest, dass die künftigen „Stammgemeinschaften“ in der Lage sein müssen, Dokumente der Patienten über das Zugangsportal der Gemeinschaft zu speichern und zu registrieren. Vom Patienten veröffentlichte Dokumente bleiben dabei immer als solche gekennzeichnet. Bei der technischen Interoperabilität weist der Bericht auf die tragende Bedeutung der Standards der Continua Health Alliance hin, die bei Gesundheits-Apps auch in der Schweiz künftig eine Rolle spielen könnten.
Typ: PDF
Bericht HINT: Patientenseitige Daten im EPD
Gültig ab 02.07.2015 | Grösse: 964 kb | Typ: PDF

Aufbau von Gemeinschaften für das ePatientendossier

Der Aufbau des ePatientendossiers in der Schweiz basiert auf dezentralen Umsetzungsprojekten (sogenannten „Gemeinschaften“ oder „Stammgemeinschaften“) unter dem Dach des EPDG. Gemäss dem Bundesgesetzentwurf ist eine Gemeinschaft eine "organisatorische Einheit von Gesundheitsfachpersonen und deren Einrichtungen“. Der Bund will den Aufbau mit maximal 30 Millionen Franken unterstützen. Die Finanzhilfen werden nur gewährt, wenn sich die Kantone oder Dritte in mindestens gleicher Höhe beteiligen.
„eHealth Suisse“ hat die Beratungsfirma KPMG beauftragt, realisierbare Modelle für den Aufbau und die Finanzierung von Gemeinschaften zu erarbeiten. Aus Sicht der KPMG sind grundsätzlich zwei Modelle bei der Trägerschaft denkbar: Ein „All-in-one“-Modell, bei dem die Einrichtungen von Gesundheitsfachpersonen selber eine Gemeinschaft gründen, oder das Modell „Duopol“, das eine externe Trägerschaft vorsieht, die mit den Gesundheitsfachpersonen der Gemeinschaft Leistungsaufträge vereinbaren. Die KPMG betont auch, dass das finanzielle Engagement von Bund und Kantonen zumindest in der Startphase ein wichtiger Erfolgsfaktor für das ePatientendossier ist. Der Steuerungsausschuss hat den Bericht der KPMG zum Aufbau von Gemeinschaften für das elektronische Patientendossier zur Kenntnis genommen.
Typ: PDF
Bericht KPMG Aufbau Gemeinschaften
Gültig ab 05.03.2015 | Grösse: 3933 kb | Typ: PDF


Zuletzt aktualisiert am: 06.07.2015

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