Koordinationsorgan Bund-Kantone

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Glossar

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A

Administrative Daten
Daten zur Personenidentifikation und weitere Daten, die den administrativen Prozessen wie z.B. der Rechnungsstellung dienen.
Anreize
Monetäre und nicht-monetäre Anreize sollen Akteure zur Umsetzung von Prozessen mit eHealth motivieren. Übergeordnetes Ziel
von Anreizsystemen im eHealth-Bereich ist das Schaffen nutzbringender durchgängiger elektronischer Prozesse.
Anwendungsfall (Use Case)
Ein Use Case definiert eine Interaktion zwischen Akteuren und dem betrachteten System, die stattfindet, um ein bestimmtes fachliches
Ziel (engl. business goal) zu erreichen. Ein derartiger Anwendungsfall beschreibt einen Ablauf oder einen Prozess.
Ein kommerziell erfolgreicher Use Case wird zum Business Case
Aufbewahrungspflicht (von
Gesetzlich vorgeschriebene Fristen für die Aufbewahrung von Daten. Im medizinischen Bereich sind diese zum Teil auf Bundeseben,
z,T. kantonal und z.T. über das Obligationenrecht geregelt. Sie gelten normalerweise für die Aufbewahrung auf Papier, teilweise
auch für elektronische Medien
Aufsicht (Aufsichtspflicht) Verantwortliche Stelle für die Kontrolle
Aufsicht (Aufsichtspflicht)
Verantwortliche Stelle für die Kontrolle der korrekten Aufgabenerfüllung einer zugewiesenen Aufgabe
Authentifizierung
Authentifizierung ist der Vorgang der Überprüfung einer behaupteten Identität. Ob dem authentifizierten Benutzer der Zugang gewährt
werden darf, entscheidet das Programm im Rahmen der Autorisierung
Authentisierung
Authentisierung ist der Vorgang des Nachweises der eigenen Identität
Autorisierung
Sie bezeichnet den Vorgang, mit dem ein Computerprogramm prüft, ob eine bestimmte Identität ein bestimmtes Recht besitzt. Die
Autorisierung erfolgt meist nach einer erfolgreichen Authentisierung bzw. Authentifizierung

B

Basiskomponente (der
Grundlegendes konstituierendes Element der Architektur, z.B. Patientenindex
BBG
Bundesgesetz vom 13. Dezember 2002 über die Berufsbildung (Berufsbildungsgesetz, BBG) (SR 412.10)
Befähigung (Empowerment) im
Stärkung der individuellen Kompetenz im Umgang mit Gesundheitsinformationen, die im Internet angeboten werden. Sie umfasst
die Aspekte der technischen Kompetenz (Zugang zum Internet, generell Umgang mit Neuen Medien), Medienkompetenz (Informationsselektion)
und inhaltliche Kompetenz (medizinisch-fachliche Kompetenzen)
Berechtigungssystem
Konzept, welches für die verschiedenen Benutzergruppen eines Informatikgefässes mittels definierter Rollen festlegt, welche Datenbereiche
diese einsehen und/oder bearbeiten dürfen
Berufspflichten(von Heilberufen)
Gesetzlich festgelegte Pflichten, die mit der Ausübung eines Heilberufes verbunden sind
Bundesgesetz über das elektronische Patientendossier
Die gesetzlichen Grundlagen regeln die Anforderungen des Bundes für eine sichere Bearbeitung von Daten im elektronischen Patientendossier. Dies umfassen sowohl die technischen (z.B. Normen sowie Infrastrukturkomponenten) wie auch die organisatorischen Rahmenbedingungen (z.B. Identifi-kation der Patienten und der Gesundheitsfachper-sonen oder Definition der Zugangsrechte).
Behandelnde
Behandelnde sind Gesundheitsfachpersonen, die Untersuchungen, Behandlungen und/oder Präventionsmassnahmen am oder für den Patienten durchführen, oder dem oder für den Patienten für Untersuchung, Behandlung und/oder Prävention erforderliche Produkte abgeben.
(siehe auch Gesundheitsfachperson)

C

CCR
Continuity of Care Record: Zusammenfassende (elektronische) Patientendokumentation oder Ausschnitt aus einer solchen, welche
die wichtigsten und aktuellen Patientendaten und damit die für (allfällige) weitere Behandlungen relevanten Informationen enthält

D

Datenschutz
Jede Person hat gemäss der Bundesverfassung Anspruch auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Daraus folgt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Für eHealth heisst dies, dass die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, wer wann welche Daten bearbeiten darf.
Datenintegrität
Datenintegrität ist auf dem Gebiet der Informationssicherheit ein Schutzziel, das besagt, dass Daten über einen bestimmten Zeitraum
vollständig und unverändert sein sollen. Integrität umfasst Datensicherheit (Schutz vor Verlust) und Fälschungssicherheit
(Schutz vor vorsätzlicher Veränderung)
Datenhaltung, dezentrale
Prinzip der Datenhaltung vor Ort, d.h. an jener Stelle, an welcher die Daten produziert wurden (vs. zentrale Datenhaltung)
Datenschutz
Schutz der Persönlichkeit und der Grundrechte von Personen, über die Daten bearbeitet werden, vor allfälligem Missbrauch
Datensicherheit (Informationssicherheit)
Die Datensicherheit soll den Verlust, die Manipulation, den unberechtigten Zugriff und die Verfälschung von Daten und Informationen
mittels primär technischer, aber auch organisatorischer Massnahmen verhindern
Digitaler Graben (digital divide)
Der Begriff bezeichnet die Tatsache, dass die Chancen auf den Zugang zum Internet und anderen (digitalen) Informations- und
Kommunikationstechniken ungleich verteilt und stark von sozialen Faktoren abhängig sind
Dokumentenablage (repository)
Ein Repository (engl. für deutsch: Lager, Depot), auch Repositorium oder Dokumentenserver genannt, ist eine Systembeschreibung,
wobei die systembeschreibenden Objekte, Verfahren und Methoden zur Objekttransformation in einer Datenbank
oder Verzeichnisstruktur abgelegt sind
Dokumentenregister (registry)
Verzeichniskonzept, wie welche Dokumententypen oder Dokumente in elektronischer Form abgelegt und so recherchierbar gemacht
werden
Drehscheibe (Patientenindex,
Produkt oder System, das verschiedenen Stellen den Zugriff auf verteilt gehaltene Daten ermöglicht (Schnittstellensystem).
DSG
Bundesgesetz vom 19. Juni 1992 über den Datenschutz (SR 235.1)

E

ebXML (Web Service Profile)
ebXML steht für Electronic Business using XML, d.h. XML ist ein Format für elektronische Geschäftsprozesse. ebXML ist eine 1999
gestartete Initiative. Ziel der Initiative ist die Entwicklung eines technischen Rahmens zur Nutzung von XML für elektronische Geschäftsprozesse
sowie eine Senkung der Eintrittsbarrieren für klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) und
Entwicklungsländer. ebXML ist kein Standard an sich, sondern eine Familie verschiedener Standards
eCH
Der Verein eCH koordiniert die elektronische Kommunikation zwischen den jeweils relevanten behördlichen und privaten Akteuren
und verabschiedet eGovernment-Standards. Die verabschiedeten Standards haben den Status vom Empfehlungen
eGovernment
eGovernment ist der Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) für die Bereitstellung von Information der Behörden und zur Gestaltung und Unterstützung der Prozesse innerhalb der Behörden sowie zwischen Behörden und ihren Zielgruppen.
eGovernment ist ein Instrument zur Transformation und Modernisierung der Verwaltung
eHealth
eHealth ist der integrierte Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) zur Gestaltung, Unterstützung und Vernetzung
aller Prozesse und Teilnehmer im Gesundheitswesen.
Es lassen sich die folgenden Stufen von eHealth unterscheiden: Information, Kommunikation, Interaktion, Transaktion und Integration.
eHealth-Architektur
Modellhafter Entwurf der organisatorischen und technischen Voraussetzungen, Verfahren, Teilsysteme etc., welche für die Umsetzung
der eHealth Strategie notwendig sind. Sie verbindet die „Business Architektur“ mit der darauf abgestimmten „IKT-Architektur“
und dient als Grundlage für die Planung und den Weiterausbau des elektronischen Dienstleistungsangebots der beteiligten Akteure
eHealth-Dienstleistungen (bezogen auf Bildungsaspekt)
Mit eHealth neu auftauchende Dienstleistungen, z.B. Telemedizin
eHealth-Infrastruktur (bezogen auf Bildungsaspekt)
Für eHealth erforderliche Komponenten, z.B.sichere Netzwerke, elektronische Authentisierung
eMedikation
Die eMedikation unterstützt die Behandlung von der Verordnung bis zur Abgabe.
ePrescribing
System zur Unterstützung der Erstellung einer medizinischen Behandlungsanordnung, meist auf Medikamente bezogen, vgl. Medikamentenverordnung,
integrierte
eRezept
Ein Rezept ist die formelle, schriftliche Aufforderung eines Arztes oder eines anderen autorisierten Health Professionals an die Apotheke
zu einer Belieferung eines Patienten mit Arznei- oder Hilfsmitteln. Ein eRezept stellt diese Aufforderung in elektronischer
Form dar. Damit übernimmt das eRezept die Funktion der heutigen (papierbasierten) Arzneimittelverschreibung. Ein eRezept bzw.
die ensprechenden elektronischen Dokumente können durch den ausstellenden Health Professional digital signiert und auf einer
Chipkarte gespeichert werden. In der Folge werden die Dokumente beim Apotheker ausgelesen.
e-toile
Modellversuch einer verteilten elektronischen Krankengeschichte (Spital, Hausärzte, Apotheker u.a.) im Kanton Genf

G

Gemischtwirtschaftliche Gesellschaft
Die übliche Form einer gemischtwirtschaftlichen Gesellschaft ist die privatrechtliche Aktiengesellschaft. Es muss dabei gemäss Artikel
762 des Obligationenrechts eine Körperschaft des öffentlichen Rechts als Aktionär beteiligt sein
Gesundheitsdossier, elektronisches (EHR /PHR)
Ein elektronisches Gesundheitsdossier fasst die verteilt bei Behandelnden und Patienten anfallenden klinischen und gesundheits-bezogenen Daten eines Menschen zusammen und stellt sie unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung. Das Gesundheitsdossier kann Elemente des ePatientendossiers und weitere Daten enthalten (z.B. aus der persönlichen Gesundheitsvorsorge, Ernährung oder Bewegung). Der Inhaber der Akte bestimmt die Inhalte und die Zugriffsrechte.
Gesundheitsberufe (universitäre, nicht universitäre)
Gesundheitsberufe sind Berufe, die im Gesundheitssystem angesiedelt sind. Sie nehmen im Wesentlichen die Gesundheitsversorgung
der Bevölkerung wahr. Die Berufe lassen sich nach ihrem Ausbilungsniveau (Sekundär- oder Tertiärabschluss) und nach ihrem
Tätigkeitsgebiet unterteilen
Gesundheitsinformationen
Informationen zu allen Themengebieten rund um die Gesundheit
Gesundheitskarte, elektronische
Eine elektronische Gesundheitskarte ist eine Karte, die medizinische Daten enthält und/oder den Zugang zu solchen ermöglicht
Gesundheitskompetenz
Fähigkeit, im täglichen Leben Entscheidungen zu treffen, die sich positiv auf die Gesundheit auswirken
Gesundheitsportal (eHealth-Portal / Serviceportal)
Zentraler thematischer und eventuell auch persönlicher Einstieg (single point of access) ins Internet, von dem aus Verbindungen zu
relevanten Gesundheitsthemen und -diensten bereitgestellt werden (Links zu Gesundheitsthemen und eventuell Einstiegsort zum
persönlichen elektronischen Patientendossier)
Governance
Governance bezeichnet generell das Steuerungs- und Regelungssystem im Sinn von Strukturen (Aufbau- und Ablauforganisation)
einer politisch-gesellschaftlichen Einheit wie Staat, Verwaltung, Gemeinde, privater oder öffentlicher Organisation
Gemeinschaft
Zusammenschluss von Gesundheitsfachpersonen und deren Einrichtungen; als Gemeinschaft kann auch eine Gesundheitsfachperson gelten, die ihren Beruf in eigener fachlicher Verantwortung ausübt.
Das Teilprojekt „Standards und Architektur" definiert den Begriff wie folgt: Eine Gemeinschaft ist eine organisatorische Einheit von Behandelnden, die
1) an der Patientenbehandlung beteiligt ist und
2) patientenbezogene Informationen erstellt und verwendet und
3) patientenbezogene Informationen mit anderen Gemeinschaften austauscht.
Gesundheitsfachperson
Nach eidgenössischem oder kantonalem Recht anerkannte Fachperson, die im Gesundheitsbereich Behandlungen durchführt oder im Zusammenhang mit einer Behandlung Produkte abgibt.
(siehe auch Behandelnde)

H

Haftung (Haftungsrecht)
Mit Haftung wird im Recht allgemein die Verantwortlichkeit für ein bestimmtes Handeln oder auch Unterlassen bezeichnet, an die
eine Rechtsfolge geknüpft ist. Unter Haftungsrecht versteht man die entsprechenden rechtlichen Bestimmungen. Ein Arzt z.B. haftet
für Verletzungen der gesetzlich vorgeschriebenen, beruflichen Sorgfaltspflicht
Hauptprozesse (Modell-,Kernprozesse)
Geschäftsprozesse eines Unternehmens werden in Hauptprozesse, Management- und unterstützende Prozesse unterteilt.
Die Kern-, Modell- oder Hauptprozesse (synonym verwendet) im vorliegenden eHealth-Kontext sind jene Prozesse, bei deren Elektronisierung
der absehbare Nutzen für die Beteiligten am grössten ist. Es handelt sich demgemäss um Prozesse mit einer sehr hohen
Häufigkeit
Health Professionals
Personen, die über eine Ausbildung in einem Gesundheitsberuf verfügen, resp. diesen ausüben. (Siehe auch Behandelnde oder Gesundheitsfachperson)
Heilberufeausweis (engl. Health Professional Card)
Der Heilberufeausweise weist den „Heilberufler“ als solchen und als Person aus, in Form eines Sichtausweises und/oder elektronisch.
HL7
Health Level 7: Kommunikationsstandard für den Nachrichtenaustausch zwischen Medizinischen Informationssystemen mit umfangreichen
Definitionen zu Nachrichtentypen und Trigger-Events, die die Nachrichtenübermittlungen auslösen
HL7 CDA
Clinical Document Architecture: Ein auf XML basierendes Dokumentenformat mit medizinischem Bezug zur digitalen Repräsentation
beliebiger medizinischer Informationen, um herstellerunabhängige elektronische Dokumentation und Kommunikation dieser Informationen
zu ermöglichen
HONcode
Health on the Net Foundation (HON): Zertifizierungsprozess für Anbieter von Gesundheitsinformationen im Internet zwecks Erreichung
des HON-Qualitätslabels. Existiert seit 1995, wird durch den Kanton Genf mitfinanziert. HONcode ist der offizielle Standard
für die Zertifizierung gesundheitsbezogener Seiten in Frankreich
Health Professional Card (HPC)
vgl. Heilberufeausweis

I

Identifikation
Die Identifikation ist der Vorgang, der zum eindeutigen Erkennen einer Person oder eines Objektes dient. In der Informationstechnologie
bedeutet sie die Erkennung eines Benutzers (oder eines Administrators)
Identifikator
Ein Identifikator ist ein eindeutiges künstliches Merkmal, das zur Identifizierung eines Objektes dient. Identifikatoren bestehen in der
Regel aus Codes und Nummern. Auch Menschen können einen Identifikator erhalten (Personenidentifikator)
Identität, Digitale
Eine digitale Identität ist eine Art digitaler Ausweis, der den Namen und die digitale Signatur des Ausstellers und Angaben über die
Identität des Inhabers enthält. Sie sorgt gemäß den Anforderungen des Datenschutzes dafür, dass die Person oder das Objekt als
echt und vertrauenswürdig identifiziert werden kann
IHE
Integrating the Healthcare Enterprise: Initiative von Anwendern und Herstellern mit dem Ziel, den Informationsaustausch zwischen
IT-Systemen im Gesundheitswesen zu standardisieren und zu harmonisieren
IHE PDQ
Patient Demographics Query (PDQ) dient als technisches Instrument zur Recherche nach Merkmalen eines Patienten und weiteren
demographischen Daten
IHE PIX
Patient Identifier Cross Referencing (PIX) gleicht die Patientenidentifikatoren verschiedener Institutionen ab
IHE XDS
Cross Enterprise Document Sharing (XDS) registriert und verteilt medizinische Dokumente zwischen verschiedenen Gesundheitsinstitutionen
IHE XUA
Cross Enterprise User Assertion. IHE XUA dient der Authentisierung
Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT)
Unter IKT versteht man die Informations- und Kommunikationstechnologien, welche auf den neusten Entwicklungen der Informatik
und Telekommunikation (hier vor allem im Bereich Netzwerke) sowie der Multimedia basieren
Informationelles Selbstbestimmungsrecht (des Bürgers)
Das Recht auf informationelle Selbstbestimmung bezeichnet das Recht des Einzelnen, grundsätzlich selbst über die Preisgabe und
Verwendung seiner personenbezogenen Daten zu bestimmen. Es handelt sich dabei um ein Datenschutz-Grundrecht. Das informationelle
Selbstbestimmungsrecht ist eine Ausprägung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts
Infrastruktur (Netzwerk)
Set an grundlegenden technischen und organisatorischen (z.B. Patienten-Index) Basiselementen in einer logischen Verknüpfung,
welche als Plattform für elektronischen Datenaustausch dienen.
Ein Netzwerk ist ein Zusammenschluss von verschiedenen technischen, primär selbständigen elektronischen Systemen, der die
Kommunikation der einzelnen Systeme untereinander ermöglicht. Die Kommunikation erfolgt über verschiedene Protokolle
Integrationsprofil (IHE)
Auswahl von Anwendungsfällen und deren Definition in Integrationsprofilen zwecks Ermöglichung des Datenaustauschs (IHE). Dadurch
können sich Anbieter und Anwender auf die Funktionalität beziehen, die im IHE-Regelwerk spezifiziert ist, ohne alle Details
wiederholen zu müssen, die sich auf die IHE-Akteure und Transaktionen beziehen
Interoperabilität
Interoperabilität ist die Fähigkeit unabhängiger, heterogener Informatikysteme, möglichst nahtlos zusammen zu arbeiten, um Informationen
auf effiziente und verwertbare Art und Weise auszutauschen bzw. dem Benutzer zur Verfügung zu stellen, ohne dass dazu
gesonderte Absprachen zwischen den Systemen notwendig sind. Dazu ist in der Regel die Einhaltung gemeinsamer Standards
notwendig. Die Interoperabilität umfasst die folgenden Dimensionen: Politisch, organisatorisch, technisch, semantisch, syntaktisch.
Interaktion (Medikation)
Nicht beabsichtigte, für den Patienten gesundheitlich riskante Wechselwirkung zwischen gleichzeitig verabreichten Medikamenten
Investitionssicherheit
Vorhandensein stabiler (rechtlicher, politischer u.a.) Rahmenbedingungen, die (privaten) Unternehmen signalisieren, dass in einen
bestimmten Bereich getätigte Investitionen für das eigene Unternehmen langfristig rentabel werden könnten oder diese Möglichkeit
zumindest nicht ausgeschlossen ist (return on investment)
ISO
Die Internationale Organisation für Normung (engl. International Organization for Standardization) ist die internationale Vereinigung
von Normungsorganisationen
ISO 13606
Definition von Struktur und Semantik von Metadaten
Interoperabilität, semantische
Die semantische Interoperabilität ist die Vorbedin-gung, um einen sinnvollen Datenaustausch zu er-möglichen. Wenn zwei oder mehr Softwareapplika-tionen miteinander Daten austauschen sollen, muss das empfangende System verstehen, was der Ab-sender geschickt hat.
Interoperabilität, organisatorische
Die organisatorische Interoperabilität bezieht sich auf die ausgestalteten Prozesse sowie die Art und Weise der organisationsübergreifenden Zusam-menarbeit.
Interoperabilität, politische
Bei der politischen Ebene der Interoperabilität geht es darum, ob auf politischer Ebene die Bereitschaft vorhanden ist, Daten zwischen den Institutionen auszutauschen.
Interoperabilität, technische
Die verschiedenen Softwareapplikationen der Ak-teure im Modellversuch
müssen also miteinander verbunden werden, damit Dokumente elektronisch
ausgetauscht werden können. Dies kann in ver-schiedener technischer
Tiefe bezüglich Sicherheit, Syntax und definierter Prozesse realisiert
sein.
Interoperabilität, syntaktische
Die Fähigkeit, die formalen Verknüpfungen einzelner Zeichen übertragen zu können. Es müssen präzise Absprachen getroffen werden, wie diese Verknüpfungen auszudrücken und zu interpretieren sind.

K

Koordinationsorgan
Zum Koordinationsorgan eHealth Bund-Kantone gehören VertreterInnen des Bundes und der Kantone, zur Begleitgruppe Delegierte von Leistungserbringern, Versicherern, Patienten- und Konsumentenorganisationen sowie Datenschützern.
Kosten
Letztlich zählen die Investitionen in eHealth zu den Kosten des Gesundheitswesens und werden deshalb über Steuern (Bund, Kanton) und über die Prämien finanziert. Es ist auch denkbar, dass die PatientInnen einen Teil der Kosten selber tragen werden. Für eine exakte Zuordnung der Kosten ist es heute noch zu früh.
KFH
Konferenz für Fachhochschulen
Klinikinformationssystem KIS
Auch: Klinisches Informationssystem. Im Schweizer Sprachgebrauch bezeichnet das KIS die Gesamtheit aller informationsverarbeitenden
Einheiten zur Bearbeitung medizinischer Daten in einer Klinik bzw. in einem Spital
Kompetenz (rechtliche, von
Verfassungsmässig und/oder rechtlich vorgesehene Zuständigkeit / vorgesehene Zuständigkeitsbereiche
Konkordat
Rechtlich verbindlicher Vertragsabschluss zwischen mehreren Kantonen
Kopie, elektronische
Datenreplikation; Replikation oder Replizierung bezeichnet die mehrfache Speicherung von Daten an typischerweise unterschiedlichen
Standorten
Krankengeschichte
Meist synonym zu Kranken- oder auch Patientenakte: Gesamtheit aller dokumentierten Informationen über den Krankheitsverlauf
eines Patienten. Seltener bezeichnet der Begriff den Krankheitsverlauf und frühere Behandlungen eines Patienten im Sinne der
Anamnese
Krankengeschichte, elektronische Electronic Medical Record (EMR)
Die elektronische Krankengeschichte ist die innerbetriebliche, arztmoderierte, fallbezogene Sammlung der verfügbaren medizinischen, präventiven, pflegerischen und administrativen Daten einer Patientin oder eines Patienten. Die Daten werden nach einheitlichen
Ordnungskriterien elektronisch erfasst und gespeichert. Dadurch können sie auch einrichtungsübergreifend zur Verfügung
gestellt werden, je nach Verwendungszweck in der Form einer zusammenfassenden Basisdokumentation. Die elektronische Krankengeschichte
nimmt damit eine Schlüsselstellung auf dem Weg zu einem elektronisch unterstützten Gesundheitssystem ein und
bildet die Grundlage für das elektronische Patientendossier.
KVG
Bundesgesetz vom 18. März 1994 über die Krankenversicherung (KVG) (SR 832.10)

L

Leistungserbringer
Leistungserbringer werden alle diejenigen Personengruppen genannt, die (paramedizinische, medizinische, pflegerische) Leistungen
für die Versicherten der Krankenkassen (KVG, UVG, IVG, MVG) erbringen

M

Master Patient Index MPI
Ein Master Patient Index (MPI) ist ein Index, welcher alle Indices eines Patienten aus verschiedenen Bereichen (Krankenhäusern,
Abteilungen eines Krankenhauses, Arztpraxen etc.) referenziert. Ein MPI dient dazu, die Information aus den verschiedenen Quellen
unter einer gemeinsamen Identität (einem Index) zusammen zu führen
MEBEKO
Medizinalberufekommission
MedBG
Bundesgesetz vom 23. Juni 2006 über die universitären Medizinalberufe (Medizinalberufegesetz, MedBG) (SR 811.11)
Medienbruch
Unter einem Medienbruch versteht man einen Wechsel des informationstragenden Mediums innerhalb eines Informationsbeschaffungs-
oder -verarbeitungsprozesses. Man geht davon aus, dass ein in der Informationskette liegender Medienbruch dazu führt,
dass der Informationsbeschaffungs- oder -verarbeitungsprozess hierdurch erschwert, verlangsamt und unter Umständen auch in
seiner Qualität gemindert wird
Medienkompetenz
Die Fähigkeit, mit den elektronisch zur Verfügung stehenden Informationen umgehen zu können, sie zur Informationssuche und
Meinungsbildung einzusetzen, die Informationen kritisch auf ihre Qualität und Vertrauenswürdigkeit hin zu bewerten und situativ
richtige Entscheide für einen sicherheitsbezogenen Umgang mit den persönlichen Daten zu fällen
Medikamentenverordnung, integrierte
Integrierte Medikamentenverordnung („ePrescribing“) bezeichnet die computergestützte Verordnung von Medikamenten mit gleichzeitiger
Überprüfung von beispielsweise Dosierungen, Interaktionen und Kontraindikationen, evtl. auch Dosisanpassungen etc. Von
Vorteil ist dabei auch eine sogenannte „medication history“ integriert, in der frühere Verordnungen und Verordnungen durch andere
Personen (z.B. andere Ärzte, Spitäler) verzeichnet werden, um auch Interaktionen mit diesen Verordnungen überprüfen zu können
Medizininformatik (medizinische Informatik)
Die medizinische Informatik umfasst die systematische Verarbeitung von Informationen in der Medizin durch die Modellierung von informationsverarbeitenden Systemen unter der Zielsetzung, sie zu beschreiben, zu analysieren, zu konstruieren und zu bewerten,
wobei eigenständige Methoden der Medizinischen Informatik, der Informatik, der Mathematik und der Biometrie angewandt werden
und die praktische Systemrealisierung wesentlich durch den Einsatz von Computern erfolgt
Metadaten, elektronische
Als Metadaten bezeichnet man allgemein Daten, die Informationen über andere Daten enthalten. Bezogen auf ein Dokument bilden die Angaben zum Autor, Zeitpunkt der Erstellung usw. die Metadaten. Standards für interoperable Metadaten haben die Aufgabe,
Metadaten aus unterschiedlichen Quellen nutzbar zu machen. Sie umfassen die Aspekte der Semantik, des Datenmodells und der Syntax
Modellversuch, privat / kantonal
Untersuchen die möglichen Ausgestaltungen einer Lösung und deren Tauglichkeit und Akzeptanz in der Praxis

N

Netcard(s)
Karte mit Chip zwecks Informationsspeicherung. Auf der EU-Ebene läuft das Netcards-Projekt: Mittels Lesegeräten können von Netcards Informationen über den Patienten in unterschiedlichen Ländern ausgelesen werden
Notfalldaten
Elektronische Notfalldaten sind digital gespeicherte persönliche und medizinische Daten, die in einem Notfall relevant sein können
(Kontaktadressen, Blutgruppe, Krankheiten, Medikation, Allergien, Impfungen, Organspende, etc.). Träger der elektronischen Notfalldaten kann z.B. die Versichertenkarte sein.
Notfallzugriff
Medizinische Informationssysteme sehen für die akute medizinische Notfallsituation vor, dass der behandelnde Arzt trotz fehlender
Zugriffsberechtigung über einen protokollierten Notfallzugriff auf die Daten des Patienten zugreifen kann (vitres brisées)
Nutzen (von eHealth)
Im Vordergrund steht die Optimierung der Patientensicherheit über bessere Informationsdisponibilität. Entsprechende Studien weisen
tendenziell auf eine positive Kosten-Nutzen-Bilanz und positive ökonomische Effekte von eHealth-Innovationen hin

O

Obligationenrecht
Bundesgesetz vom 30. März 1911 betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht)
(SR 220)
OID
Object Identifier: In der elektronischen Kommunikation zwischen zwei Informationssystemen ist das übereinstimmende Verständnis
von Objektreferenzen eine notwendige Voraussetzung für semantische Interoperabilität. Objektidentifikatoren stellen einen einen
Mechanismus dar, um weltweit eindeutige und zeitlich unbeschränkte Kennzeichnungen für reale oder virtuelle Objekte zu vergeben und zu verwalten
Online-Informationen
Informationen, die über das Internet (in nicht-interaktiver Weise) angeboten werden
Online-Dienste
Dienstleistungen, die über das Internet angeboten werden. Die Dienstleistungen sind meistens interaktiv und können auf den jeweiligen Empfänger abgestimmt werden
Online-Portal (Webportal)
vgl. Gesundheitsportal

P

Patientendossier, elektronisches (ePatientendossier)
Das elektronische Patientendossier ist die fortschreibbare Sammlung der verfügbaren persönlichen medizinischen, präventiven,
pflegerischen und administrativen Daten. Unter anderem enthält das elektronische Patientendossier die individuelle Krankengeschichte,
wichtige Laborbefunde, Operationsberichte sowie Röntgenbilder und digitale Daten anderer Untersuchungen. Das ePatientendossier wird von den Behandelnden in Absprache mit den Patientinnen und Patienten geführt. Die Inhalte stehen entlang des Behandlungspfades unabhängig von Ort und Zeit zur Verfügung. Die Patienten haben das Recht auf Einsichtnahme und Verwaltung der Zugriffsrechte.
In der Schweiz versteht man unter einem elektronischen Patientendossier ein virtuelles Dossier, über das dezentral abgelegte behandlungsrelevante Daten einer Patientin oder eines Patienten in einem Abrufverfahren zugänglich gemacht werden können.
Patientenidentifikator
Der Patientenidentifikator ist ein zugewiesenes Merkmal zur eindeutigen Identifizierung eines Patienten
Patienteninformation
Sie umfasst die Aufklärung über die Erkrankung und deren drohende Gefahren, über die vorgesehenen diagnostischen und therapeutischen
Methoden, deren Nutzen und Risiken sowie mögliche alternative Behandlungswege
Patientenindex
Verzeichnis der Patienten, auch in elektronischer Form
Patient (Record) Summary
Zusammenfassung mit den wichtigsten klinischen Daten eines Patienten (vgl. auch CCR)
Persönliche Daten (Versichertenkarte)
Als persönliche Daten werden die im Einverständnis mit der versicherten Person zusätzliche zu den administrativen Daten auf der
Versichertenkarte aufgenommenen und zugänglich gemachten Daten bezeichnet (gem. Art. 42a Abs. 4 KVG). Gemeint sind damit
primär medizinische Angaben (Blutgruppe, Allergien, etc.), welche oft auch als Gesundheitsdaten bezeichnet werden
Pilotprojekt
Testet schrittweise die Umsetzung in Richtung einer gewählten Lösung
Protokollierung
Ein Protokoll hält oder legt fest, zu welchem Zeitpunkt (absolut) oder in welcher Reihenfolge (relativ) welche Entität (wer oder was)
welche Operation ausgeführt hat oder ausführen wird
Prozesse, administrative
Vorgang, welcher der administrativen Bewältigung zu erbringender oder erbrachter medizinischer Leistungen an einem Patienten dient (z.B. Patientenaufnahme, Kostengutsprache, Abrechnung, Prozesse mit Versichertenkarte)
Prozesse, klinische
Vorgang, welcher der Diagnose und Therapie eines erkrankten Patienten dient
Public Private Partnership PPP
Auf partnerschaftlicher, langfristiger Zusammenarbeit öffentlicher und privater Akteure basierender Ansatz zur Effizienzsteigerung
oder zur gemeinsamen Erfüllung komplexer öffentlicher Aufgaben mit echter Risikoaufteilung

Q

Qualitätslabels
Ein Qualitätslabel macht eine Aussage über die Einhaltung bestimmter Gütekriterien
Qualitätssicherung
Teil des Qualitätsmanagements, der über die Erfüllung von Qualitätsanforderungen auf das Erzeugen von Vertrauen ausgerichtet ist
Qualitätsstandards
Verbindliche Gütekriterien

R

Rahmenvereinbarung
Bund und Kantone haben am 6. September 2007 durch die Unterzeichnung einer Rahmenvereinbarung den Willen zur gemeinsamen Umsetzung der Strategieziele von eHealth festgehalten.
Rechtsform (z.B. einer eHealth-Trägerschaft)
Juristisch-organisatorische Ausprägung bzw. Institutionalisierungsform. Sie definiert die gesetzlichen Rahmenbedingungen inkl.
Kompetenzen der betreffenden Organisation / Institution
Registerharmonisierung
Die Registerharmonisierung hat zum Ziel, die Einwohnerregister in den Kantonen und Gemeinden sowie die grossen Personenregister
des Bundes im Zivilstands-, Ausländer- und Flüchtlingsbereich zu harmonisieren. Diesem Zweck dient das am 1. Januar 2008
in Kraft getretene Registerharmonisierungsgesetz (Bundesgesetz vom 23. Juni 2006 über die Harmonisierung der Einwohnerregister und anderer amtlicher Personenregister (Registerharmonisierungsgesetz, RHG / SR 431.02)
Reifegrade der Interoperabilität
Stufenmodell hin zum Austausch strukturierter Daten (Siehe "Evaluationskonzept Modellversuche").
Rolle (Informatik)
Eine Benutzerrolle (oder kurz Rolle) definiert Aufgaben, Eigenschaften und vor allem Rechte eines Benutzers in einer Software
bzw. in einem Betriebssystem

S

Sicherheit
Die Gesundheitsdaten sind sehr persönlich und sollen mit aller Vorsicht geschützt werden. Genau deshalb muss eHealth koordiniert umgesetzt werden. Sonst besteht die Gefahr, dass immer mehr elektronische Prozesse unkontrolliert eingesetzt werden, ohne dass einheitliche Sicherheitsrichtlinien entwickelt werden. Denn schon heute werden immer mehr Gesundheitsdaten gespeichert.
Secure Messaging
Secure Messaging (zu dt. „Sicheres Mailen“) bezeichnet ein serverbasiertes sicheres E-Mail-System
semantisch (Interoperabilität)
Die Fähigkeit, Bedeutungen einzelner Informationen übertragen zu können. Es müssen präzise Absprachen getroffen werden, wie
diese Bedeutungen auszudrücken und zu interpretieren sind (Siehe auch Interoperabilität).
Shared Service
Ein Shared Service ist eine elektronisch erbrachte Dienstleistung, welche bewusst so gestaltet ist, dass unterschiedliche Organisationen sie zur Unterstützung ihrer Prozesse nutzen können
Signatur, digitale (elektronische)
Die digitale Signatur ist eine an Dateneinheiten angehängte Datei oder kryptographische Transformation, die es dem Empfänger ermöglicht, die Authentizität (sichere Zuordnung zum Sender) und die Integrität (Unverändertheit und Korrektheit) der Dateneinheit
festzustellen und die Daten gegen Fälschen zu sichern.
Der Begriff der elektronischen Signatur demgegenüber behandelt alle rechtlichen Aspekte des Themas. Mit dieser Begriffsunterscheidung
soll verhindert werden, dass die rechtlichen Regelungen an eine bestimmte Technologie gekoppelt werden
Software-Architektur
Eine Softwarearchitektur ist eine der Architekturtypen in der Informatik und beschreibt die grundlegenden Komponenten und deren
Zusammenspiel innerhalb eines Softwaresystems
Sozialversicherungsnummer (Schweizerische / neue AHVNr.)
Die ehemalige, 11-stellige AHV-Nummer wurde per 1. Juli 2008 aus technischen und datenschutzrechtlichen Gründen durch eine
nichtsprechende 13-stellige AHV-Nummer abgelöst. Als potentieller Patientenidentifikator ist die neue Sozialversicherungsnummer
im Bereich eHealth von grosser Bedeutung
Stakeholder
Als Stakeholder bzw. Anspruchsberechtigter wird eine Person oder Gruppierung bezeichnet, die ihre berechtigten Interessen wahrnimmt
Standardisierung (Standards)
Standards legen eine gemeinsame Sprache für die organisationsübergreifende Zusammenarbeit fest und ermöglichen so die technische,
semantische und syntaktische Interoperabilität
Strategie „eHealth Schweiz
Strategie „eHealth“ Schweiz des Bundesamtes für Gesundheit vom 27. Juni 2007
syntaktisch (Interoperabilität /Informatik)
Die Fähigkeit, die formalen Verknüpfungen einzelner Zeichen übertragen zu können. Es müssen präzise Absprachen getroffen
werden, wie diese Verknüpfungen auszudrücken und zu interpretieren sind

T

Tarif (Tarifverträge)
In der Schweiz existieren staatlich erlassene und unter den Tarifpartnern (Leistungserbringer, Versicherer) ausgehandelte Tarife
bzw. Tarifverträge zwecks Abgeltung erbrachter medizinischer Leistungen
Technologieneutralität
Ansatz, der keine Wahl bestimmter Technologien oder Produkte präjudiziert
Telemedizin
Die Telemedizin ist ein Teilbereich von eHealth. Das Hauptaugenmerk der Telemedizin liegt auf der Interaktion zwischen Patienten
und Arzt (Telekonsultation) oder unter Ärzten (Telekonsil) im Zusammenhang mit medizinischer Diagnostik oder Behandlung, wobei
sich die Beteiligten nicht in unmittelbar physischem Kontakt miteinander befinden.
Terminologien, medizinische
Als Terminologie wird die Gesamtheit aller Terme oder Termini, also die Begriffe, Bezeichnungen (Benennungen), Fachwörter (lateinisch:
Terminus technicus) usw. einer Fachsprache bezeichnet. Eine medizinische Terminologie bezeichnet in diesem Sinne medizinische Begriffe, auf die sich Fachleute zwecks Verständigung geeinigt haben
Trägerorganisation (von nationalen eHealth-Politiken)
Institutionalisierte Stelle oder Behörde, welche eHealth-Politiken konzeptualisiert, kommuniziert und in der Umsetzung begleitet
(Koordination), je nach Rechtsgrundlage auch (teil-) finanziert. Eine Trägerorganisation kann verschiedene Rechtsformen besitzen.

U

Use Case (Anwendungsfall )
Ein Use Case definiert eine Interaktion zwischen Akteuren und dem betrachteten System, die stattfindet, um ein bestimmtes fachliches
Ziel (engl. business goal) zu erreichen. Ein derartiger Anwendungsfall beschreibt einen Ablauf oder einen Prozess.
Ein kommerziell erfolgreicher Use Case wird zum Business Case

V

Vergütung, für Bewirtschaftung des Patientendossiers
Mögliche Anreizform für Leistungserbringer für die Einführung von eHealth
Vergütung, transaktionsabhängige
Mögliche Anreizform für Versicherer und Leistungserbringer zwecks Einführung von eHealth (durchgängige elektronische Prozesse)
Vergabe, freihändige
Ausschreibungsverfahren, das nicht den Verfahrensvorschriften des Submissionswesens unterliegt
Verordnung
Verordnungen sind untergeordnetes Recht setzende Erlasse, die nicht dem Referendum unterstehen. Sie bedürfen einer Grundlage
in einem Gesetz oder direkt in der Verfassung. Verordnungen werden in der Regel vom Bundesrat, von einem Departement oder
von einer untergeordneten Verwaltungseinheit erlassen. Vereinzelt gibt es auch Verordnungen des Parlaments
Verschlüsselung
Verschlüsselung nennt man den Vorgang, bei dem in digitaler Form vorliegende Information mit der Hilfe eines Verschlüsselungsverfahrens
in eine "unleserliche", d.h. nicht einfach interpretierbare Zeichenfolge umgewandelt wird. Als entscheidend wichtige Parameter der Verschlüsselung werden hierbei ein oder auch mehrere Schlüssel verwendet. Das wissenschaftliche Forschungsgebiet, das sich mit dem Verschlüsselungsthema beschäftigt, ist die Kryptografie
Versicherer
Ein Versicherer, umgangssprachlich Versicherung, ist die Partei eines Versicherungsvertrages, die Versicherungsschutz gewährt.
In einem Versicherungsvertrag können mehrere Parteien Versicherer sein (Mitversicherung). Die Partei, der Versicherungsschutz
gewährt wird, die also Versicherung nimmt, ist der Versicherungsnehmer.
Im Falle der Krankenversicherungen ist somit der Bürger (Patient) der Versicherungsnehmer. Die Krankenversicherungen äufnen
sich aus Beiträgen des Bürgers und der Kantone. Der Sammelbegriff Versicherer verweist auf einer politologischen Begriffsebene auf die Rolle als politischer Akteur, welche Versicherern auch eigen ist.
Versichertenkarte VK
Die elektronische Versichertenkarte enthält nur administrative Daten, welche den Versicherten als Person eindeutig identifizieren.
Über die Sozialversicherungsnummer des Versicherten kann die Kommunikation zwischen dem Leistungserbringer und dem Versicherer standardisiert werden. Primäres Ziel der Versichertenkarte ist, den administrativen Aufwand bei der Abrechnung von Leistungen
zu reduzieren (weniger Fehler bei der Datenerfassung, höhere Datenqualität, erleichterte Rechungsstellung, einfachere
Handhabung von Versichertendaten, weniger telefonische und schriftliche Rückfragen).
Die Speicherung medizinischer Notfalldaten auf der Versichertenkarte ist für Patienten möglich, aber freiwillig.
VVK
Verordnung über die Versichertenkarte für die obligatorische Krankenpflegeversicherung (SR 832.105)

X

XDS-Container
Das IHE-Integrationsprofil Cross Enterprise Document Sharing (XDS) ermöglicht es, über abgestimmte Metadaten medizinische
Dokumente verschiedener Gesundheitsinstitutionen zu registrieren und auszutauschen. Der Container bezeichnet das entsprechende
"Behältnis"

Z

ZertES
Bundesgesetz vom 19. Dezember 2003 über Zertifizierungsdienste im Bereich der elektronischen Signatur (Bundesgesetz über die
elektronische Signatur, ZertES) (SR 943.03)
Zertifizierung
Als Zertifizierung bezeichnet man ein Verfahren, mit dessen Hilfe die Einhaltung bestimmter Standards für Produkte /
Dienstleistungen und ihrer jeweiligen Herstellungsverfahren einschließlich der Handelsbeziehungen nachgewiesen werden kann. Im
Gegensatz zur Akkreditierung besteht die Zertifizierung im Allgemeinen in der Ausstellung eines Zeugnisses bzw. Zertifikats
Zugangsschlüssel (z. B. VK, SwissID, HPC, u.a.
Instrument zur Authentisierung eines Akteurs im elektronischen Kontext. Die Versichertenkarte kann diese Funktion für den Bürger ausüben sowie die HPC für den Behandelnde.


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Zuletzt aktualisiert am: 24.02.2014

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