Koordinationsorgan Bund-Kantone

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Datenschutz und Sicherheit

Führt eHealth nicht zum gläsernen Patienten oder zum gläsernen Arzt?
Grundsätzlich gilt: Die Gesundheitsdaten sind sehr persönlich und sollen mit aller Vorsicht geschützt werden. Genau deshalb muss eHealth umgesetzt werden, und zwar koordiniert. Sonst besteht die Gefahr, dass immer mehr elektronische Prozesse unkontrolliert eingesetzt werden, ohne dass einheitliche Sicherheitsrichtlinien entwickelt werden. Denn schon heute werden immer mehr Gesundheitsdaten gespeichert. So kann man ruhig sagen: Gerade die nationale Strategie eHealth schützt die Beteiligten. Der Patient wird nicht gläsern, sondern erhält umgekehrt mehr Übersicht über sein Dossier.

Was passiert mit der Schweigepflicht und dem Vertrauensverhältnis Arzt-Patient?
Selbstverständlich bleibt die Schweigepflicht bestehen. eHealth soll im elektronischen Bereich einheitliche Richtlinien und damit mehr Sicherheit schaffen.

Werden Hacker meine Gesundheitsdaten ansehen?
Schon heute sind viele Gesundheitsdaten elektronisch gespeichert. Sie sind zwar sehr persönlich, aber lassen sich - anders als etwa Bankdaten - kaum in Geld umwandeln. Deshalb sind sie für Hacker weniger interessant. Der Aufwand ist im Vergleich zum Ertrag sehr gross. Dennoch wird für das elektronische Patientendossier natürlich die höchste Sicherheitsstufe gelten.

Wird mein Arbeitgeber meine Krankengeschichte nachlesen?
Ausser den direkt an der Behandlung Beteiligten erhält niemand Zugriff auf das elektronische Patientendossier - auch nicht ein Arbeitgeber. Dafür sollen hohe technische und organisatorische Sicherheitsanforderungen sorgen. Bei einer unerlaubten Einsicht würde sich der Arbeitgeber strafbar machen und das Geschäftsimage ruinieren. Hohe Strafen im Fall eines Missbrauchs sind daher notwendig.

Wie wird der Datenschutz garantiert?
Jede Person hat gemäss der Bundesverfassung Anspruch auf Schutz vor Missbrauch ihrer persönlichen Daten. Daraus folgt das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Für eHealth heisst dies, dass die Bürgerinnen und Bürger entscheiden, wer wann welche Daten bearbeiten darf.

Wie kann die Qualitätssicherung der Online-Informationen gewährt werden?
Die Informationsflut im Internet zu Gesundheitsthemen ist riesig. Für die Bürgerinnen und Bürger sind jedoch die Qualität und die Vertrauenswürdigkeit der Angebote nicht transparent. Ein Qualitätslabel als Orientierungshilfe kann zu einer Sensibilisierung von Anbietenden und Nutzenden führen. Das Koordinationsorgan empfiehlt deshalb allen Anbietenden, ihre gesundheitsrelevaten Websites zertifizieren zu lassen (z. B. Health on the Net - HON).

Wie wird der Zugang zum elektronischen Patientendossier geschützt?
Die Strategie eHealth soll auch die geeignete Zugangssicherheit definieren. Hohe technische Sicherheitsanforderungen werden notwendig sein. Das persönliche Dossier kann zum Beispiel durch einen Sicherheits-Code geschützt werden, aber auch durch eine digitale Signatur oder biometrische Merkmale. Es werden hohe technische Sicherheitsanforderungen notwendig sein.

Werden lange zurückliegende, verheilte Krankheiten hervorgeholt und überbewertet?
Nein, es sollen nur Daten aufbewahrt bleiben, die auch in Zukunft für eine Behandlung relevant sind. Schon heute werden viele Daten gespeichert und können hervorgeholt werden, jedoch lückenhaft. Ein einheitliches Patientendossier erlaubt es ÄrztInnen und TherapeutInnen, das Krankheitsbild genauer zu erfassen und eine bessere Behandlung zu verordnen. Die Behandlung liegt nach wie vor im Ermessen jedes Arztes oder jeder Ärztin . Sie entscheiden zusammen mit den PatientInnen.

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